SC: Paderborn: Notfalls auch mit blanker Brust

Präsident Finke zieht sich als Trikot-Sponsor zurück

SC Paderborn: Notfalls auch mit blanker Brust - © SC Paderborn
SC Paderborn: Notfalls auch mit blanker Brust | © SC Paderborn

Paderborn. Irgendwie marschierten die Remis-Spezialisten der Neuzeit dann doch mit breiter Brust vom Feld. Nach dem vorausgegangenen 2:2 in St. Pauli musste aber auch das Last-Minute-Unentschieden gegen Union Berlin vom Kollektiv des SC Paderborn zunächst mal mental verarbeitet werden.

Noch vor einer Woche hatte der Gegner in letzter Sekunde einigen Schrecken im SCP-Lager verbreitet, diesmal erzielte der ostwestfälische Zweitligist den Treffer zum 1:1-Endstand ebenfalls erst in der Nachspielzeit. "Ein mehr als gerechter Ausgleich", befand auch Thomas Bertels, "schließlich haben wir fast 90 Minuten auf das Berliner Tor gespielt".

Anzeige

Zudem fühlte sich der Linksverteidiger ein wenig um den an sich verdienten Lohn betrogen, "jetzt den endgültigen Klassenerhalt feiern zu können". Angesichts der 37 Punkte "benötigen wir jetzt noch einen Sieg ", sagt der Abwehrstratege.

Auch Thomas Bertels wird sich vom bekannten Finke-Logo verabschieden müssen. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Auch Thomas Bertels wird sich vom bekannten Finke-Logo verabschieden müssen. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Sechs Spieltage vor Toresschluss haben die eingleisigen Planungen für die nächste Zweitliga-Saison dennoch begonnen. Mit Uwe Hünemeier (Energie Cottbus) gab der Verein beispielsweise schon die erste Neuverpflichtung bekannt und auch an wichtigen Begleit-Strukturen wird frühzeitig gewerkelt. Im Bereich des Trikot-Werbepartners gibt es neuerdings eine Baustelle.

Paderborns Präsident und Mäzen Wilfried Finke wird als Betreiber einer großen Möbelhaus-Kette mit seinem Firmen-Logo definitiv von den Spieler-Leibchen verschwinden. Den neuen Zuschlag erhält der Meistbietende. Laut Martin Hornberger geht es hier um das Investitions-Volumen einer "höheren sechsstelligen Summe".

Finkes Entscheidung sei endgültig , notfalls spiele das Team auch "mit blanker Brust", sagt Paderborns geschäftsführender Vizepräsident. Dennoch wird Finke seinem Klub als potenter Finanzier nicht untreu. Laut Hornberger wird der Präsident dem Nachwuchs in Zukunft gezielt unter die Arme greifen. Schließlich steht der Zweitligist gegenüber der Deutschen Fußball-Liga auch hier in der Pflicht.

Drei Sterne hat die DFL für vorbildliche Strukturen im Nachwuchsbereich zu vergeben. "Wir haben noch keinen einzigen", gibt Hornberger zu. Deshalb genieße ein eigenes Trainingszentrum für die Talentschmiede fortan höchste Priorität.

Anzeige

Copyright © Neue Westfälische 2015
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Teilen

Kommentare

Anzeige
Anzeige
realisiert durch evolver group