Katerstimmung beim SC Paderborn

St. Pauli-Keeper klaut Schmidt-Elf sicher geglaubten Auswärtssieg

Pauli-Torwart sorgt für 

Katerstimmung beim SCP - © SC Paderborn
Pauli-Torwart sorgt für
Katerstimmung beim SCP | © SC Paderborn

Hamburg. Der SC Paderborn hat sich beim FC St. Pauli halbwegs für die 5:0-Pleite am letzten Spieltag der Vorsaison revanchiert. Am gestrigen Montagabend holte der Fußball-Zweitligist auswärts ein verdientes 2:2-Unentschieden.

Mit dem Punkt aber war der SCP am Ende gar nicht zufrieden, denn quasi in allerletzter Sekunde nutzte der aufgerückte St.Pauli Keeper Philipp Tschauner eine Unordnung und köpfte nach einer Ecke zum 2:2-Ausgleich ein. Zuvor hatten Yilmaz (53.) und Saglik (84.) die Hamburger Führung durch Ebbers (53.) in ein 2:1 gedreht.

Anzeige

Paderborns Cheftrainer Stephan Schmidt setzte am Millerntor auf den Ehrgeiz des Ex-Paulianers Deniz Naki, den er in der Offensive neben Deniz Yilmaz stürmen ließ. Dafür allerdings saß Mahir Saglik an alter Wirkungsstätte nur auf der Bank. Und besagter Naki war es auch, der am einzigen Aufreger in der ersten Halbzeit beteiligt war.

Viele Abspielfehler auf beiden Seiten

In der ersten Minute der Nachspielzeit vor dem Pausenpfiff hatte er nach Zuspiel von Alban Meha das gute Auge für Daniel Brückner. Der konnte sich praktisch die Ecke aussuchen, traf aber zum Entsetzen der Paderborner Fans nur über das Tor.

St. Paulis Torwart Philipp Tschauner (l.) köpfte im Anschluss an eine Ecke zum 2:2 ein. - © FOTO: DPA
St. Paulis Torwart Philipp Tschauner (l.) köpfte im Anschluss an eine Ecke zum 2:2 ein. | © FOTO: DPA

Zuvor erlebte die ausverkaufte Arena ein relativ zerfahrenes Spiel auf einem allerdings schwer bespielbaren Rasen, den Paderborns Manager Sport Michael Born im Interview auch sehr treffend als "Kartoffelacker" bezeichnete.

Der allein sollte aber nicht für eine Fülle von Abspielfehlern auf beiden Seiten verantwortlich gemacht werden. Was beide Teams im ersten Abschnitt unter dem Strich ablieferten, gehörte in der Tat nicht zur Zweitliga-Spitzenkost. In der zweiten Halbzeit konnte es also nur besser werden.

Die Freude der Gastgeber währte nur kurz

Wurde es auch, denn es waren gerade einmal drei Minuten gespielt, da bot sich Fin Bartels nach einem Ziegler-Fehler die Chance zur Führung. Torhüter Lukas Kruse aber stand goldrichtig. St. Pauli setzte jetzt angetrieben vom eingewechselten Florian Bruns nach und der Routinier war dann auch Ausgangspunkt der Hamburger Führung (53.).

Er setzte Schachten in Szene, der legte sofort quer und Torjäger Marius Ebbers stand völlig blank und schob zum 1:0 ein. Die Freude der Gastgeber währte gerade einmal knapp drei Minuten. Da bediente Maria Vrancic seinen Mitspieler Yilmaz, der eiskalt zum Ausgleich einschoss. Saisontreffer Nummer fünf der Mainzer Ausleihe.

Leider verflachte anschließend die Partie wieder etwas mehr, aber Paderborn verteidigte gut und hatte sogar die Chance zur Führung. Aber wieder war es Brückner, der den Ball mit dem linken Außenrist am leeren Tor vorbeischoss (73.). Dann zog Trainer Schmidt eine weitere Trumpfkarte.

Für Torschütze Yilmaz wechselte er Saglik ein, der in der 84. Minute nach einem Schuss von Naki zum 2:1 für Paderborn abstaubte. Am Millerntor war es jetzt mucksmäuschenstill und auch Saglik jubelte bei seinem Ex-Klub nur äußerst verhalten. Dafür jubelten sechs Minuten später die Hamburger, weil Torhüter Tschauner per Kopf noch einen Punkt rettete.

Anzeige
Anzeige

Kommentare

Anzeige
Anzeige


realisiert durch evolver group