Peter Grote (E.ON Westfalen Weser), Martin Hornberger (SCP), Janine Janowitz (Hydrologisches Institut Schmidt+Partner) und Projektleiter Matthias Stolte (E.ON Westfalen Weser Energie-Service GmbH) freuen sich auf das neue Projekt.
Peter Grote (E.ON Westfalen Weser), Martin Hornberger (SCP), Janine Janowitz (Hydrologisches Institut Schmidt+Partner) und Projektleiter Matthias Stolte (E.ON Westfalen Weser Energie-Service GmbH) freuen sich auf das neue Projekt.

Paderborn Warmes Grundwasser gegen Spielausfälle

Innovatives Projekt für Benteler-Arena und Trainingsgelände geplant

Paderborn (nw). Ein neues Projekt des SC Paderborn 07 und der Paderborner Stadiongesellschaft mbH (PSG) sieht vor, zukünftig die Rasenheizung der Benteler-Arena sowie des geplanten Trainingsgeländes mit Wärme aus dem Grundwasser vor Ort zu betreiben. Damit wäre die Benteler-Arena eines der ersten Stadien weltweit, das Grundwasser zum Heizen und Erwärmen nutzt.

Das innovative Projekt ist in Paderborn nicht neu. Bereits 15 Gebäudekomplexe in der Paderborner Innenstadt – darunter das Rathaus und das Theater – werden durch Grundwasser gekühlt und erwärmt. Nun soll das Projekt ausgeweitet werden.

Hintergrund für dieses neue Projekt, das von Anfang an auf großes Interesse der Verantwortlichen des SCP und der Paderborner Stadion Gesellschaft mbH (PSG) gestoßen war, ist ein hydrologisches Gutachten, das auch für bestimmte periphere Bereiche der Stadt die Nutzung des Grundwassers zum Kühlen oder zur Wärmegewinnung für möglich und sinnvoll erachtet. Die Benteler-Arena würde eins der ersten Stadien der Welt sein, das teilweise Grundwasser zum Heizen oder Erwärmen nutzt.

Probebohrung am Stadion beauftragt

E.ON Westfalen Weser, bereits an den Projekten in der Innenstadt beteiligt, hat jetzt eine Probebohrung direkt am Stadion beauftragt, die Aufschluss über die konkrete Grundwassersituation bringen soll. Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie viel Grundwasser kann genutzt werden? Wie warm ist das Grundwasser dort? Um diese Fragen beantworten zu können, wird bis zu rund 100 Meter tief gebohrt.

Projektleiter Matthias Stolte erläutert: "In gut vier Wochen werden die ersten Ergebnisse vorliegen. Mit dem Projekt stoßen wir in auch für uns neue Dimensionen - eine spannende Pionierarbeit für alle Beteiligte". Der Geschäftsführende SCP-Vizepräsident Martin Hornberger ergänzt: "Wir als Verein und Stadiongesellschaft sind hochinteressiert an dieser innovativen und regenerativen Energiegewinnung. Ich bin sicher, das wird eine tolle Zusammenarbeit, wenn die Voraussetzungen so günstig sind wie erwartet."

Erst kürzlich hatte E.ON Westfalen Weser gemeinsam mit der Stadt Paderborn für die Nutzung des Grundwassers in der Paderborner Innenstadt zwei bundesweite Preise erhalten.

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