Der Kampf der Systeme

Der Kampf der Systeme - © SCP-Blog
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Hallo Fans,
jetzt sind es schon 35 Punkte, es ist nicht mehr weit bis zum Klassenerhalt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die restlichen fünf Punkte von der Mannschaft schnell gesammelt werden. Auch wenn die Entstehung der Tore am vergangen Freitag etwas glücklich war, war es doch ein Sieg des Willens. Mit dieser Willenskraft muss das Team auch am Ostermontag in Hamburg antreten. Denn dort wartet in einem Spiel unter Flutlicht ein hochmotivierter Gegner, der sich zeigen will.
Bis dann, Andrea
 
Der BVB spielt es. Der FC Schalke auch. Die Bayern mit aktuell mehr als 69 Toren sehr erfolgreich. Auch die Deutsche Nationalmannschaft spielt es: Das moderne 4-2-3-1-System mit Doppelsechs, klassischer Zehn, spielstarken Links- und Rechtsaußen und einem kantigen Stoßstürmer im Zentrum. Beim Spiel gegen den FC Köln spielte auch der SC Paderborn mit diesem System, geholfen beim Toreschießen hat es aber nicht. Warum klappt es bei anderen Teams so gut und warum spielt der SCP im klassischen 4-4-2 besser, wie das letzte Spiel gegen Frankfurt gezeigt hat?
 
Was macht ein gutes Spiel im 4-2-3-1-System aus? Es ist wohl ein spielstarkes Mittelfeld mit Ballkünstlern, die haargenaue Pässe auf ihren Stoßstürmer schlagen können. Nichts anderes macht die berühmte "Flügelzange" um Ribéry und Robben, wenn sie auf Mandzukic oder Gomez passen. Ein weiteres Paradebeispiel ist das geniale Passspiel von Götze und Reus auf Robert Lewandowski. Ohne diese Vorarbeit im Mittelfeld würden die Stürmer nicht so viele Tore schießen.
 
Natürlich sollte man realistisch bleiben und den SCP nicht mit den Spitzenmannschaften der 1.Liga vergleichen. Dennoch bleibt die Frage, was beim SCP falsch läuft. Sind sie nicht treffsicher und haben einfach keine Qualität? Ich glaube, dass dieses Problem nicht nur an den Stürmern, sondern an der fehlenden Kreativität im Mittelfeld liegt. Diese fehlende Kreativität macht ein schönes 4-2-3-1-System oftmals unbrauchbar. Wenn man einmal überlegt, welche Stürmer Paderborn unter Vertrag hat, kann die ungenügende Torausbeute schlecht ein Indiz für mangelnde Qualitäten der Stürmer sein.

Stürmer leben von guten Zuspielen

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Philipp Hofmann, deutscher U20-Nationalspieler, hat nicht nur beim SCP, sondern auch international schon einige Tore geschossen und spielt dort fast immer als einzige Sturmspitze. Pässe wie von Leonardo Bittencourt oder Moritz Leitner, die genau auf den Kopf oder den Fuß des Stürmers geschossen werden, lassen sich eben prima verwerten. Wenn aber in Paderborn so mancher Pass aus dem Mittelfeld ins Sturmzentrum gespielt wird, ist er manchmal so ungenau dass selbst Mandzukic oder Lewandowski diesen nicht verwerten könnten.
 
Für mich ist Hofmann die einzige Möglichkeit im Zentrum für ein erfolgreiches 4-2-3-1. Auch die anderen Stürmer Kachunga, Naki, Yilmaz oder Saglik wissen wo das Tor steht, sind aber meiner Meinung nach eher Spieler für ein klassisches 4-4-2. Sie passen von ihrer Statur und ihrer Spielanlange her besser auf die Außenbahnen oder als hängende Spitze. Vor allem Naki oder Kachunga können so ihre Schnelligkeit besser ausspielen und für ein gutes Konter- und Umschaltspiel sorgen. Gut werden sie hierbei unterstützt von den laufstarken Wemmer und Brückner.
 
Trainer Stephan Schmidt hat unterschiedliche Modelle ausprobiert, um eine optimale Lösung zu finden. Man darf gespannt sein, mit welchem System er in das nächste Spiel gegen St. Pauli geht.

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Philipp Hofmann. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
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