Paderborns lausiger Auftritt gegen die Lausitzer

0:1 gegen Energie Cottbus ist schon die sechste Heimniederlage der Saison

Paderborns lausiger Auftritt gegen die Lausitzer - © SC Paderborn
Paderborns lausiger Auftritt gegen die Lausitzer | © SC Paderborn

Paderborn. In der Wochenmitte hatte Paderborns Präsident Wilfried Finke in einer Art Brandrede für mehr Wertschätzung für seinen Fußball-Zweitligisten geworben. Dieser Appell muss an den Profis des SC Paderborn völlig vorbei gegangen sein, denn sie zeigten bei der 0:1-Heimniederlage gegen Energie Cottbus einen blutleeren Auftritt und dürfen sich nicht wundern, wenn dies in Zukunft noch mehr Fans mit einem Fernbleiben quittieren. Den Gästen reichte ein guter Angriff, um durch Boubacar Sanogos Abstaubertor (51.) die Partie zu entscheiden.

Paderborns Trainer Stephan Schmidt vertraute genau der Elf, die zuletzt beim SV Sandhausen den dritten Sieg in Folge eingefahren hatte. Leider aber war zunächst von einer vom Trainer geforderten Weiterentwicklung der spielerischen Momente nichts zu sehen. Immer wieder klafften im Spiel große Lücken und die Beschreibung "zerfahren" klingt fast wie eine Untertreibung.

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Zum Glück hatte der SC Paderborn einen umsichtigen Patrick Ziegler in der Innenverteidigung, der im Abschnitt eins alles wegräumte, was in den Strafraum segelte. Und der Gegner aus der Lausitz schloss sich in etwa den Leistungen der Gastgeber an. Mit dem Unterschied, dass Cottbus zumindest vor dem eigenen Tor nichts zuließ und in der Offensive ab und an das Tor von Torhüter Lukas Kruse anvisierte, denn für das Schmidt-Team standen zur Pause ernüchternde null Torschüsse. Cottbus hatte Pech, als Adlung aus der Distanz knapp am Tor vorbei zielte (19.). In der 39. Minute kam Sanogo zum Kopfball, SCP-Keeper Kruse aber lenkte mit einer Glanzparade die runde Kugel zur Ecke.

Während den SCP-Profis in Sandhausen immerhin nach der Pause eine Leistungssteigerung gelungen war, klappte dies gegen die Lausitzer nur in wenigen Momenten. Einmal versuchte es der sonst indiskutabel auftretende Alban Meha aus der Distanz, fand aber in Schlussmann Thorsten Kirschbaum seinen Meister.

Und im Anschluss an eine Ecke kam der eingewechselte Philipp Hofmann zu einem Kopfball. Aber auch der war sichere Beute des Cottbuser Keepers. Der Versuch von Trainer Schmidt, 20 Minuten vor dem Ende mit einem Dreifachwechsel noch für neuen Schwung zu sorgen, fruchtete nicht recht.

Cottbus-Kapitän Uwe Möhrle (l.) und sein Teamkollege André Fomitschow setzen den Paderborner Joker Deniz Naki unter Druck. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Cottbus-Kapitän Uwe Möhrle (l.) und sein Teamkollege André Fomitschow setzen den Paderborner Joker Deniz Naki unter Druck. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Zwar stand die Elf beim Comeback des lange verletzten Jens Wemmer dann geordneter, aber Zwingendes sprang nicht mehr heraus. "Es gibt nicht viel zu erklären", befand ein sichtlich enttäuschter Mannschaftskapitän Markus Krösche. Der kritisierte "keinen Zugriff in der Defensive und vorne haben wir einfach keine Chancen gehabt. Wir waren heute nicht gut", sagte er.

Wer nach dem Spiel dann vielleicht mal einen wütenden Trainer erwartet hatte, lag falsch. Dem war schon im Vorfeld klar gewesen, dass "der Gegner bis in die Haarspitzen motiviert" sein würde. Und seine Mannschaft habe an diesem Freitag einfach keine Topleistung gezeigt.

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