Was nun, Herr Schmidt?

"Allesfahrer": Neue Folge des SCP-Blogs online

Was nun, Herr Schmidt?
Was nun, Herr Schmidt?

Hallo Fans,

die Idee für die Überschrift des neuen Beitrags kam mir während des Spiels gegen den VfL Bochum. Wer von Euch ist auch in Bochum gewesen und hatte nach dem Spiel ähnliche Gedanken wie ich? Ich freue mich wie immer über Eure Meinungen!

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Danke für Euer großes Interesse an meinem Blog. Wir lesen uns im Neuen Jahr ;-)

Bis dahin alles Gute!

Andrea
 

SCP-Trainer Stephan Schmidt - © FOTO: DAPD
SCP-Trainer Stephan Schmidt | © FOTO: DAPD

Gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht betrat Stephan Schmidt am Freitag vor dem Spiel gegen den VfL Bochum den Medienraum in der Benteler-Arena und begrüßte alle Medienvertreter persönlich. "Wenn ich gewusst hätte, dass ihr heute da seid, hätte ich mich vorher noch rasiert", sagt Schmidt zum WDR-Journalisten und lacht. Für das spätere Gespräch mit mir, bitte ich ihn sich hinzusetzen. "Na gut, aber nur in die Nähe der Kekse", antwortet mir der Cheftrainer mit einem Grinsen. Stephan Schmidt wirkt im Fernsehen oft anders, als im persönlichen Gespräch.

Viele Fans halten ihn für arrogant, werfen ihm vor, ironisch zu grinsen und behaupten, er könne nicht gut mit der Mannschaft umgehen. Im Interview mit mir gibt er sich jedoch humorvoll und selbstbewusst. Bemerkenswert finde ich aber Schmidts positive Lebenseinstellung. Auch wenn ein Spiel nicht optimal für den SCP läuft, wird stets zuerst das Gute des Spiels hervorgehoben und niemals Spieler öffentlich kritisiert.

In der Pressekonferenz nach dem Bochum-Spiel fiel diese positive Darstellung aber schon fast negativ auf. Nach so einer miserablen Leistung sollte man auch mal die Stärke besitzen und eingestehen, dass nicht viel positiv war. Stattdessen lobte er das Bemühen seiner Mannschaft und deren Willen, das Spiel zu drehen. Einige Spieler fanden nach dem Abpfiff schon deutlichere und selbstkritische Worte.

Junges Team ohne Impulse fast hilflos

Über Bemühen und Willen kann man ja bekanntlich unterschiedlicher Meinung sein. Ich (und viele andere SCP-Fans im Stadion) haben dieses jedenfalls nicht gesehen. Im Gegenteil, oftmals trottete eine völlig verunsicherte Mannschaft über den Platz. Ihr fehlten die Ideen und der Mut, nach vorne zu spielen. Für dieses junge Team, ohne Kapitän und Vize-Kapitän spielend, wünschte man sich Impulse von außen. Leider vergeblich, denn selbst der Cheftrainer schien nach einem Gegentor schon zu resignieren. Vielmehr fiel er durch Schulterzucken und Kopfschütteln auf.

Im Gespräch mit mir betonte Schmidt, wie wichtig ihm Kommunikation ist. Während des Spiels am Sonntag fand diese aber kaum statt. Ist das nur mit unterschiedlichen Trainer-Typen zu erklären? Der Paderborner Chef-Trainer möchte weder ein Kumpel-Typ wie Klopp noch ein distanzierter Chef wie Heynckes sein: "Man muss eine gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz finden."

Sein ehemaliger Vorgesetzter beim VfL Wolfsburg, Felix Magath, hatte ihn zwar zum VW-Club geholt, trotzdem möchte Schmidt seinen eigenen Weg als Trainer finden und Magaths bisweilen drastische Strafmethoden nicht kopieren: "Meine Mannschaft bekommt genug zu trinken." Wichtig sind ihm gegenseitiger Respekt und Harmonie in der Mannschaft. Das ist doch eine gute Nachricht für die SCP-Spieler. Sie musste am Montag auch nicht zum Straftraining mit Medizinbällen antreten.

Weihnachten zur Erholung nutzen

Auf meine Frage, wie er mit Kritik und der Forderung nach einem Trainerwechsel umgeht, verweist Schmidt darauf, dass jeder seine eigenen Gedanken haben und diese auch äußern darf. "Wir leben ja schließlich in einer Demokratie", so der Fußballlehrer. Entscheidend sei die Geschlossenheit im internen Kreis, die dann auch zum Erfolg führe.

Trotz allen Ärgers über die vier verlorenen Spiele am Stück wünsche ich der Mannschaft und dem Trainer eine gute Zeit, in der sie alle abschalten und neue Kraft sammeln können. Wichtig ist auch jetzt, den Kopf frei zu bekommen, um mit neuem Elan an die nächsten Aufgaben herangehen zu können. Lasst Euch die Weihnachtskekse und den Festtagsbraten schmecken und denkt nicht an den Laktattest im nächsten Jahr! ;-)

Ich wünsche der ganzen Mannschaft, ihrem Trainer, allen Verantwortlichen und Fans ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

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