Schwacher Endspurt des SC Paderborn überschattet erfolgreiches Jahr

Zweitligist geht mit Schulterzucken in die Pause

Schwacher Endspurt überschattet erfolgreiches Jahr - © SC Paderborn
Schwacher Endspurt überschattet erfolgreiches Jahr | © SC Paderborn

Paderborn. Die jüngsten drei Wochen sind dafür verantwortlich, dass auf ein insgesamt mehr als ordentliches Sportjahr des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn ein Schatten fällt. Noch am 23. November war nach dem 2:2-Remis gegen Dynamo Dresden die Fußballwelt halbwegs im Lot. Aber schon dabei hatte eines der zwei Paderborner Tore ein gegnerischer Spieler (Ex-SCP-Kicker Sebastian Schuppan) erzielt. Und seitdem herrscht eine absolute und enttäuschende Offensiv-Flaute.

Es folgte nach einer völlig verschlafenen ersten Halbzeit ein 0:1 in München, dann das enttäuschende 0:2 im eigenen Stadion gegen den MSV Duisburg. 0:1 hieß es auch gegen Hertha BSC Berlin und jetzt endeten die angesprochenen drei Wochen mit einer gehörigen Abfuhr mit einem 0:4 in Bochum. War es übereilt vom Trainer, schon im Vorfeld des Schlussakkords in Bochum die bereits vorhandenen 23 Punkte als "ein für uns gutes Ergebnis" zu werten?

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Auf alle Fälle trafen die Paderborner auf einen weitaus gierigeren Gegner. Dennoch spricht der Trainer "nicht von einer Verweigerung meiner Mannschaft." Beim 0:4 habe man dagegen recht deutlich gespürt, "dass die Spieler am Limit sind. Geistig wie körperlich", begründete Schmidt die Packung – um es in Trapattonis Worten zu sagen – mit der seitdem oft zitierten "Flasche leer".

"Wir werden das alles in Ruhe analysieren"

Natürlich, so relativiert er dann doch, sei die Stimmung bei der abschließenden Weihnachtsfeier des SCP nach der Rückkehr aus Bochum "von einem kleinen Schatten übertüncht" worden. Aber es habe doch eine positive Grundstimmung geherrscht, "weil man dabei ja auch das gesamt Jahr und eine gute Hinrunde feiert. Aber in die Rückrunde sind wir jetzt schlecht gestartet", machte Schmidt dann doch aus.

Die Paderborner (v. l.) Daniel Brückner, Lukas Kruse und Tobias Feisthammel kurz nach dem Schlusspfiff in Bochum auf Spurensuche. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Die Paderborner (v. l.) Daniel Brückner, Lukas Kruse und Tobias Feisthammel kurz nach dem Schlusspfiff in Bochum auf Spurensuche. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Dennoch werde er jetzt im nächsten Spiel keine Wiedergutmachung fordern. "Wir werden das alles in Ruhe analysieren. Die Spieler können neue Kraft tanken und dann gehen wir gestärkt in die Vorbereitung", kündigt er wieder bessere Zeiten an. Und dabei sei auch er froh, "endlich mit der Mannschaft eine komplette Vorbereitung zu haben."

Bekanntlich waren schon drei Wochen intensiver Arbeit seit dem Trainingsauftakt beim SCP vergangen, als Stephan Schmidt im Sommer nach dem überraschenden Wechsel seines Vorgängers Roger Schmidt nach Salzburg sein Trainerdebüt in Paderborn gegeben hatte. Bei der ruhigen Analyse will Schmidt dann auch nach dem richtigen "Frustlöser" suchen, "den wir in Bochum nicht gefunden haben, denn schon nach dem 0:1 war das durch die drei vorherigen Niederlagen angeknackste Selbstvertrauen noch mehr geschwächt."

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