SC Paderborn: Schmidt und Todt haben gemeinsame Vergangenheit

Hohes Maß an Wertschätzung

Schmidt und Todt haben gemeinsame Vergangenheit - © SC Paderborn
Schmidt und Todt haben gemeinsame Vergangenheit | © SC Paderborn

Paderborn. Im modernen Fußballgeschäft geht es mitunter sehr schnell. Spieler oder andere Angestellte eines Profiklubs wechseln nicht selten von einem auf den anderen Tag zu einem anderen Verein. Und aus Kollegen und mitunter auch Freunden werden plötzlich – zumindest für die 90-minütige Dauer eines Fußballspiels – Konkurrenten. So ist es auch bei Paderborns Trainer Stephan Schmidt und Bochums Sportvorstand Leiter Jens Todt.

Beide haben in ihrer fußballerischen Vergangenheit sogar mehrere Schnittmengen. Als der Paderborner Fußball-Lehrer 2003/2004 noch für Herthas Reserve spielte, übte Todt in der Hauptstadt den Posten des Chefscout aus. Dann folgte die Station Wolfsburg. Todt als Nachwuchskoordinator, Schmidt als A-Junioren-Trainer. "Der Jens war ja dort Leiter des Ganzen. Gemeinsam haben wir es geschafft, in die Nachwuchsarbeit eine neue Philosophie mit einem offensiven Spielstil hineinzutragen", erinnert sich Schmidt nur allzu gern an die Zusammenarbeit mit den 42-jährigen Ex-Bundesliga-Profi des SC Freiburg oder des SV Werder Bremen.

Bochums Sportlicher Leiter Jens Todt (l.) und Paderborns Trainer Stephan Schmidt haben in Wolfsburg gemeinsam im Nachwuchsbereich gearbeitet. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Bochums Sportlicher Leiter Jens Todt (l.) und Paderborns Trainer Stephan Schmidt haben in Wolfsburg gemeinsam im Nachwuchsbereich gearbeitet. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Der Neu-Domstädter schätzt aber nicht nur die fachlichen Qualitäten seines ehemaligen Weggefährten, "sondern vor allem die menschlichen. Jens hat bei aller Professionalität nicht nur delegiert und geleitet, sondern er hat Menschen verbunden. Bei ihm herrscht einfach eine positive Atmosphäre", so Schmidt weiter.

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"Paderborn hat uns brutal zurückgeholt"

Aber auch der Sportvorstand des kommenden Paderborner Gegners VfL Bochum (Sonntag, 13.30 Uhr, Rewirpower-Stadion) packt ganz spontan Positives über seinen Ex-Kollegen aus: "Der Stephan ist ein sehr bewusster Trainer mit einer ganz klaren Handschrift und einer hohen Qualität, wobei er keine Probleme hat, dies einer Mannschaft zu vermitteln." Klingt alles nach sehr großer gegenseitiger Wertschätzung. Wobei vor allem die des Sportvorstandes (Todt) über den Trainer (Schmidt) nach dem ersten Aufeinandertreffen in gegnerischen Lagern noch angewachsen zu sein scheint.

4:0 besiegte der SC Paderborn am zweiten Spieltag der aktuellen Saison den VfL. "Das war für uns einer der bittersten Momente der Hinrunde", erinnert Todt an den vorherigen Auftaktsieg seines VfL gegen Dresden, "der bei uns ein kleines Pflänzchen Euphorie hatte entstehen lassen. Paderborn aber hat uns brutal zurückgeholt. Das war ein herber Rückschlag", blickt Todt zurück.

Für Schmidt war es ein Spiel, "in dem für uns vieles gepasst hat, in dem wir aber keine vier Tore besser waren." Nun folgt am Sonntag das Rückspiel, das beide professionell angehen, dass aber – egal wie es ausgeht – keine Auswirkungen auf das zukünftige Miteinander der Menschen Jens Todt und Stephan Schmidt haben wird.

´ Der SC Freiburg plant in der Winterpause eine Verkleinerung seines Kaders. Vier Spieler sollen abgegeben werden. Dazu gehört der 23-jährige kroatischen Stürmer Ivan Santini. "Ein interessanter Spieler, mit dem wir uns durchaus beschäftigen", bestätigt Manager Michael Born Kontakte in den Breisgau. 

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