Berlins Torschütze Adrian Ramos (l.) im Duell mit Alban Meha, der den Führungstreffer des Kolumbianers in der 80. Spielminute beinahe noch egalisiert hätte. Der Distanz-Freistoß des Albaners landete allerdings an der Lattenunterkante des Hertha-Gehäuses. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Berlins Torschütze Adrian Ramos (l.) im Duell mit Alban Meha, der den Führungstreffer des Kolumbianers in der 80. Spielminute beinahe noch egalisiert hätte. Der Distanz-Freistoß des Albaners landete allerdings an der Lattenunterkante des Hertha-Gehäuses. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

SC Paderborn: Ramos verhindert Richtungswechsel

Schmidt-Elf setzt die Negativ-Serie mit 0:1-Heimniederlage gegen Hertha BSC fort

Paderborn. Pünktlich zum Temperatursturz hatte die Rasenheizung in der Benteler-Arena ganze Arbeit geleistet. Den dritten Ausrutscher des SC Paderborn in Serie konnte aber auch sie nicht verhindern. Zum Zweitliga-Rückrundenstart kassierte der SC Paderborn vor 9.416 Zuschauern eine diesmal doch unglückliche 0:1-Heimniederlage (0:0) gegen Hertha BSC. Hart, Hertha, härter: Obwohl der SCP sein sportliches Soll bislang durchaus erfüllt hat, ist das Polster für die in einer Woche beginnende Winterpause jetzt nicht mehr ganz so bequem.

Über weite Strecken war’s am Samstag zwar ein Spiel auf Augenhöhe, dann machte Berlins Angreifer Adrian Ramos mit dem Tor des Tages (65.) jedoch den feinen Unterschied. Eines dieser ganz individuellen Berliner Qualitätsmerkmale, die SCP-Cheftrainer Stephan Schmidt schon vor dem Anstoß als möglicherweise spielentscheidend wertete. Dennoch: Dem potenziellen Aufstiegskandidaten hatte "Paderborn alles abverlangt", wie auch Gästecoach Jos Luhukay anschließend einräumte. Trotzdem schlich danach ein sichtlich geknickter Schmidt – mal wieder – mit leeren Händen durch den Kabinengang. Den durchaus verdienten Teilerfolg hatten zuvor nur wenige Zentimeterchen verhindert. Zehn Minuten vor dem Ende scheiterte Alban Meha mit einem direkten Freistoß aus gut 20 Metern an der Lattenunterkante des Gästetores. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.

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Der imaginäre Tritt des SCP-Trainers vor einen Stützpfeiler dokumentierte das spontane Frust-Potenzial wohl mehr als deutlich. Tiefe Trauer über eine verpasste Lorbeer-Ernte, "weil meine Mannschaft heute eigentlich alles umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten".

Schmidt hatte seinen etatmäßigen Kapitän Markus Krösche gegen Berlin wieder in die Anfangsformation gestellt. Auch Thomas Bertels durfte diesmal von Beginn an spielen. Deniz Naki und Philipp Hofmann saßen stattdessen zunächst auf der Bank. Darüber hinaus vertrat Daniel Lück den gesperrten Lukas Kruse im Tor und zeigte im Zuge seines Startelf-Debüts eine an sich tadellose Leistung. Gegen Ramos (5./45.), Ronny (27.) und Sami Allagui (83.) war der Ex-Hoffenheimer reaktionsschnell auf dem Posten.

Lücks Vorderleute pressten derweil früh, hatten "gute Umschaltphasen" (O-Ton Schmidt) und erarbeiteten sich gegen den Gast, der viel Respekt zeigte, sogar die hochkarätigeren Torchancen. Pech hatte hierbei Bertels (13.), der Gäste-Schlussmann Thomas Kraft aus kurzer Distanz per Kopf vor eine erste Kraftprobe stellte. Ebenso in Minute 86, als Herthas Tormann einen platzierten Meha-Distanzschuss meistern muss.

Den Schönheitspreis für den wohl besten Angriff der gesamten Partie verdienten sich ebenfalls die Hausherren mit einem geradlinigen Konter über Krösche und Bertels, dessen Hereingabe der freistehende Mario Vrancic allerdings freistehend vor dem Hertha-Gehäuse verstolperte (45.). Chancen waren also durchaus da. "Für uns hing heute die Torlatte leider zu niedrig", lamentierte der SCP-Coach nach dem Schlusspfiff mit Blick auf den Meha-Freistoßknaller.

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