SC Paderborns Torflaute gegen Rote Teufel

Sechs Spiele und noch kein einziger Treffer

Torflaute gegen Rote Teufel - © SC Paderborn
Torflaute gegen Rote Teufel | © SC Paderborn

Paderborn. Stolperfalle Paderborner Stadion und ein Rasen, der mitunter auch mal hart wie Granit wird. Schon etliche Größen haben dort während der Zweitliga-Ära des SC Paderborn unerwartet Federn lassen müssen. Kein Terrain für Topfavoriten, schon gar nicht für einen an sich potenten Tabellenzweiten. Erst in der Vorsaison erwischte es beispielsweise die Frankfurter Eintracht, die am 23. Spieltag von den Platzherren phasenweise sogar vorgeführt wurde und dieses legendäre Match in der heutigen Benteler-Arena am 26. Februar 2012 mit 2:4 verlor.

An diesem Samstag stellt sich dort mit dem 1. FC Kaiserslautern erneut ein Traditionsverein und Titelaspirant vor (13 Uhr, Liveticker in nw-news.de), der aktuell ebenfalls auf dem zweiten Rang geführt wird und bis dato noch kein Meisterschaftsspiel verloren hat. Allerdings glaubt Paderborns Kapitän fest an "unsere reelle Siegchance, wenn wir an unsere Grenzen gehen". Falls irgendwo geschlampt werde und ein Teamkollege seine 100 Prozent nicht abliefere, "dann bekommen wir massive Schwierigkeiten", da ist sich Markus Krösche ganz sicher.

Markus Krösche (l.) und Christian Strohdiek (r.) haben Braunschweigs Dominik Kumbela im Griff. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Markus Krösche (l.) und Christian Strohdiek (r.) haben Braunschweigs Dominik Kumbela im Griff. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

Noch am Donnerstag hatte der 32-Jährige die Trainingseinheit abbrechen müssen. "Allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagt Krösche, der ein leichtes Ziehen in der Achillessehne verspürte und "deshalb kein unnötiges Risiko eingehen wollte". Am Freitag war dann schon wieder alles paletti, aus seiner Sicht stünde einem Einsatz grundsätzlich nichts im Wege. Schließlich will er an diesem Samstag mit seiner Mannschaft "den dritten Sieg in Serie" landen.

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Allerdings ist die Bilanz-Historie zwischen beiden Kontrahenten mit einem eklatanten Makel pro Paderborn behaftet. Insgesamt ein halbes Dutzend Vergleiche hat es zwischen beiden Teams bislang gegeben, aber die Ostwestfalen haben gegen die Pfälzer noch keinen einzigen Treffer erzielt. Drei Punkte wurden nur deshalb geerntet, weil gleich drei Partien torlos endeten. Eine Sonderprämie für den ersten SCP-Torschützen gegen Lautern ist im Vorfeld übrigens nicht ausgelobt worden. Darüber sei schon deshalb nicht diskutiert worden, weil das ja bis jetzt auch eigentlich niemand wusste", so Krösche am Freitag im Gespräch mit der Neuen Westfälischen.

Darüber hinaus ist Paderborns Kapitän eigentlich "kein Freund von Statistiken". Wohl aber ein Fan der "zufriedenstellenden Fakten", die sich der SC Paderborn in den ersten zwölf Saisonspielen erarbeitet hat. Zum vergleichbaren Zeitpunkt der vorherigen Spielzeit waren auf dem Konto zwar vier Zähler mehr präsent, "da sind wir aber auch mit einer eingespielten Mannschaft in die Serie gestartet", sagt Krösche.

Aus seiner Sicht sei das Soll mit 18 Punkten und dem achten Tabellenplatz vollends erfüllt worden. "Wir haben fast optimal gepunktet, grundsätzlich können wir aber noch besser Fußball spielen", glaubt der Kapitän, den im defensiven Mittelfeld angesichts der geballten Lauterer Offensivstärke sicherlich ein schweißtreibender Arbeitstag erwartet.

Mit dem achtfachen Torschützen Mo Idrissou, der die Zweitliga-Torjägerliste gemeinsam mit Boubacar Sanogo (Cottbus) anführt und dem Ex-Paderborner Albert Bunjaku (6) stehen gleich zwei der zurzeit gefährlichsten Zweitliga-Angreifer im FCK-Kader. Bunjakus Einsatz gilt jedoch als gefährdet. Der Ex-Paderborner steht nach einem Muskelfaserriss und zweiwöchhiger Zwangspause erst seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining.

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