SC Paderborn: Schock in der Schlussminute

Ein fragwürdiger Elfmeter in der Nachspielzeit verhindert den Sieg beim FSV Frankfurt

SCP-Akteur Daniel Brückner (l.) ist nach dem Spiel die Enttäuschung über die verlorenen zwei Punkte ins Gesicht geschrieben. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
SCP-Akteur Daniel Brückner (l.) ist nach dem Spiel die Enttäuschung über die verlorenen zwei Punkte ins Gesicht geschrieben. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN
SC Paderborn: Schock

in der Schlussminute - © SC PADERBORN
SC Paderborn: Schock
in der Schlussminute | © SC PADERBORN

Frankfurt. Die Serie hält: Der SC Paderborn kann am Bornheimer Hang in Frankfurt offenbar nicht gewinnen. Die entscheidende Szene, die am Freitagabend in der Zweitliga-Partie beim FSV Frankfurt zum 1:1-Endstand führte, sorgte im Lager der Ostwestfalen für Frust und Diskussionsbedarf.

Schiedsrichter Benjamin Cortus schenkte den Gastgebern beim Stand von 1:0 für Paderborn in der Nachspielzeit einen Handelfmeter, der keiner war. Der Ex-Paderborner Kapllani ließ sich diese Chance nicht nehmen und bescherte den schwachen Hessen nach Philipp Hofmanns Führungstreffer (70.) noch einen schmeichelhaften Punkt.

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Mit fünf Veränderungen in der Startelf gegenüber dem 1:2 gegen Köln in der Vorwoche trat der SCP im Volksbank-Stadion an. Daniel Brückner tauchte dabei überraschend auf der linken Außenverteidiger-Position auf. Grund: Thomas Bertels hatte in der Nacht Fieber bekommen und stand nicht zur Verfügung. So war der sonst eher offensive Brückner nach langer Zeit wieder in der Defensive gefragt. Diese Rolle hatte er mal in seinem Debütjahr in Paderborn in der 3. Liga gespielt. Ganz so ungewohnt war die neue Rolle also nicht. Und der 31-jährige Routinier im jungen SCP-Team machte seine Sache gut.

"Ich habe mich wohl gefühlt und es hat auch Spaß gemacht", bilanzierte Brückner. Erst in der fatalen Sekunde in der Nachspielzeit ging der Wohlfühlfaktor steil nach unten. Brückner, dem der Ball unglücklich vom eigenen Fuß an die Hand gesprungen war, war felsenfest überzeugt: "Das war für mich kein Elfmeter." Es war wohl in der Tat eine Fehlentscheidung, denn dem SCP-Kicker war in keiner Weise Absicht zu unterstellen.

Damit wurden ideenlose Frankfurter belohnt. Was bei Paderborns Dominanz fehlte, war derweil die Konsequenz im Abschluss. Da wurde in manchen Szenen lieber noch mal quer gespielt als einfach mal draufzuhalten. Gut machte es hingegen Tobias Kempe in der 21. Minute, als er aus halblinker Position abzog und den Pfosten traf. Nach dem Wechsel verstärkte der SCP den Druck. In der 70. Minute gab’s den Lohn: Der eingewechselte FSV-Akteur Mathew Leckie verlor gegen Diego Demme den Ball. Demme passte auf Meha, der sah den freistehenden Hofmann und der SCP-Stürmer markierte mit seinem vierten Saisontreffer das 0:1.

Zwar tat der FSV in der Schlussphase etwas mehr, doch bis auf einen Schuss von Konrad (80.) passierte nichts. Paderborn dagegen hatte in der 82. Minute durch Naki die Chance, den Sack zuzumachen. Er scheiterte aber am guten FSV-Keeper Klandt. Dann folgte der ominöse Elfmeter.

In seiner Analyse brachte es FSV-Coach Benno Möhlmann auf den Punkt. Er entschuldigte sich dafür, seine Elf vor der Partie auf Augenhöhe mit Paderborn gesehen zu haben. "Wir haben technisch und taktisch weit hinter dem Gegner gestanden und können froh sein, noch zu einem Punkt gekommen zu sein." SCP-Trainer Stephan Schmidt sprach derweil von der bisher besten Auswärtsleistung.

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