Vorlagengeber Enis Alushi (l.), Torschütze Nick Proschwitz (vorne) und Daniel Brückner bejubeln den 1:0-Führungstreffer. Nach dem Schlusspfiff gingen die Paderborner Feierlichkeiten in Düsseldorf dann erst so richtig los. - © FOTO: GETTY IMAGES
Vorlagengeber Enis Alushi (l.), Torschütze Nick Proschwitz (vorne) und Daniel Brückner bejubeln den 1:0-Führungstreffer. Nach dem Schlusspfiff gingen die Paderborner Feierlichkeiten in Düsseldorf dann erst so richtig los. | © FOTO: GETTY IMAGES

Veitstänze und Festtagslaune

Jahresschlussakkord 2011 gerät mit einem 3:2-Erfolg in Düsseldorf zu einer glanzvollen Gala

Düsseldorf. Als Schiedsrichter Michael Weiner die Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn am Freitagabend beendete, brachen im Gäste-Lager alle Dämme. SCP-Cheftrainer Roger Schmidt führte auf dem fast heiligen Rasen der Düsseldorfer Esprit-Arena wahre Veitstänze auf. Und auch der Rest der Paderborner Delegation lag sich nach dem 3:2-Erfolg beim Tabellenführer überschwänglich in den Armen.

Was für ein Jahresschlussakkord 2011. Satte 273 Tage waren die Platzherren aus der Landeshauptstadt von keinem Gegner besiegt worden. In Zahlen: 25 Ligaspiele in Folge hatte die Fortuna schadlos überstanden. Bis zum Abend des 16. Dezember 2011, als ein gewisser SCP diese stolze Bilanz abrupt zu Fall brachte. Etwa ein Erfolg mit Ansage? Er habe einen 1:0-Sieg "für uns" vorhergesagt, verriet Sören Gonther einen Tag nach seinem 25. Geburtstag. "Die Tendenz hat also gestimmt", grinste Paderborns Innenverteidiger nach Spielende über alle vier Backen. Einen Riesenbammel habe man vor den Topwerten des Tabellenführer ohnehin nicht gehabt, ergänzte der Defensivstratege. "Einer musste die ja mal schlagen", grinste Gonther.

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Die Ostwestfalen überwintern also mit satten 39 Punkten in der 2. Fußball-Bundesliga und müssen sich die Frage nach dem möglichen Erstliga-Aufstieg angesichts dieser Luxus-Ausbeute fortan noch häufiger stellen lassen. Seit dem Auswärtserfolg in Düsseldorf erst Recht. Großartig aus dem Fenster lehnt sich allerdings niemand.

Auch am Freitag nicht. Bescheiden räumte Gonther ein, dass der Klassenerhalt jetzt wohl endgültig perfekt sei, aber die 1. Liga nach wie vor in weiter Ferne liege. Der Abwehrspieler schließt sich zurzeit vielmehr den Ausführungen eines gewissen Uli Hoeneß an. "Der Weihnachtsmann ist nicht der Osterhase", habe der richtigerweise mal behauptet, erinnert sich Gonther. Dann zeigt er sich aber doch ein wenig kompromissbereit: "Wenn wir Ostern noch immer da oben stehen", dürfe ihm die Aufstiegsfrage gerne noch einmal gestellt werden.

Auf die Düsseldorfer Plakataktion "Pader Born to lose" hatten die SCP-Fans am Freitag nach Spielschluss übrigens gleich die passende Antwort parat. "Pader Born to win", war da auf etlichen in die Landeshauptstadt importierten T-Shirts zu lesen. Besser ist die aktuelle sportliche Wahrheit wohl nicht auf den Punkt zu bringen.

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