Doppeltorschütze: Christopher Antwi-Adjei (l.) freut sich gemeinsam mit Marlon Ritter über seine Treffsicherheit. - © David Inderlied
Doppeltorschütze: Christopher Antwi-Adjei (l.) freut sich gemeinsam mit Marlon Ritter über seine Treffsicherheit. | © David Inderlied

SC Paderborn SC Paderborn zeigt sich auch an der Bremer Brücke in Bestform

Elf von Cheftrainer Baumgart gewinnt das Gastspiel beim VfL Osnabrück mit 5:0 und landet den dritten Kantersieg in Serie. Antwi-Adjei schnürt zweiten Doppelpack nacheinander

Werner Schulte

Osnabrück. Die Bilanzwerte sind allmählich erdrückend. Keine Spur von Nervenflattern auf der Zielgeraden. Im Gegenteil. Am fünftletzten Spieltag dieser Drittligasaison landete der SC Paderborn am Samstag den dritten Kantersieg in Serie. Nachdem der Spitzenreiter bereits dem VfR Aalen (5:0) und anschließend auch Carl Zeiss Jena (6:0) das Fürchten gelehrt hatte, wurde auch der VfL Osnabrück am Samstag vor 8.490 Zuschauern im eigenen Stadion mal eben so mit 5:0 (1:0) abgefertigt. Damit knackten die Ostwestfalen die 80-Tore-Marke, sind seit zehn Spielen ohne Niederlage und haben inzwischen 613 Spielminuten ohne Gegentreffer überstanden. Mehr noch: Der einst von Eintracht Braunschweig aufgestellte Tore-Rekord in der 3. Liga ist damit eigentlich schon Geschichte. In der Serie 2010/11 hatten die Niedersachsen an den 38 Spieltagen 81 Mal ins Schwarze getroffen. Diese Bestmarke werden sie jetzt an den SCP, der momentan mit "einer brutalen Überzeugung auftritt" (Sport-Geschäftsführer Markus Krösche) abtreten müssen. Abgesehen von der Anfangsphase, als sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe begegneten, kontrollierte die Elf von Cheftrainer Steffen Baumgart den VfL mit zu nehmender Spieldauer nach Belieben. Als Dosenöffner diente diesmal Robin Krauße, der nach einem individuellen Osnabrücker Abwehrfehler am schnellsten reagierte und zur 1:0-Pausenführung vollstreckte (33.). Zwei Minuten nach Wiederbeginn scheiterte Marlon Ritter in aussichtsreicher Position zunächst an Schlussmann Marius Gersbeck, bevor Christopher Antwi-Adjei den zweiten Doppelpack nacheinander schnürte (51.,60.). Inklusive eines Traumtores aus der Distanz. Schon im jüngsten Heimpiel gegen Jena hatte der 24-jährige Flügelflitzer zweifach getroffen. Während sich die Hausherren im gesamten Spiel keine nennenswerte Chance erarbeiteten, drückten die Gäste dieser Begegnung weitere Stempel auf. Zunächst lenkte Phillip Tietz einen Krauße-Schuss ins Tor der Lila-Weißen (75.) und dann setzte der eingewechselte Massih Wassey den Schlusspunkt mit einem sehenswerten Freistoß-Treffer (85.). Nach diesem insgesamt 23. Saisonsieg ist die 2. Liga für den SC Paderborn jetzt nur noch einen Steinwurf entfernt. Trotz der luxuriösen Ausgangslage bleibt der Cheftrainer aber weiterhin betont sachlich. "Wir haben drei Punkte gewonnen, die nehmen wir gerne mit, aber der Weg ist noch nicht zu Ende", sagte der 46-Jährige nach dem Schlusspfiff ohne den Anflug einer erkennbaren Euphorie. Auch in den verbleibenden vier Partien will Steffen Baumgart, der übrigens am heutigen Montag beim SC Paderborn sein einjähriges Dienstjubiläum feiert, "den Fokus weiterhin auf die Dinge legen, die uns noch nicht so gut gelingen". Wie Geschäftsführer Sport Markus Krösche gestern bestätigte, wird es im Sommer auch im Aufstiegsfall kein Trainingslager geben. "Wir haben auch vor Ort super Bedingungen", begründet der ehemalige Profi.

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