Rückkehr: Steffen Baumgart im Jahr 2011 bei einem Jubiläumsspiel in seinem früheren Wohnzimmer Ostsee-Stadion. - © Imago
Rückkehr: Steffen Baumgart im Jahr 2011 bei einem Jubiläumsspiel in seinem früheren Wohnzimmer Ostsee-Stadion. | © Imago

SC Paderborn Für Baumgart ist es ein gefühltes Heimspiel

SC Paderborn: Coach des Tabellenführers gastiert mit seiner Elf in seiner Heimatstadt Rostock

Hartmut Kleimann

Paderborn. Generell freut sich Steffen Baumgart immer auf die anstehenden Ligaspiele. In dieser Woche ist die Vorfreude auf die Partie beim FC Hansa Rostock (Samstag, 14 Uhr, Ostsee-Stadion) besonders groß. „Das ist meine Heimatstadt und der Verein, bei dem ich groß geworden bin und bei dem ich den Großteil meiner Karriere verbracht habe", sagt er. Aber auch abseits des Fußballsports ist Rostock die Stadt, in der der 46-Jährige nach eigener Aussage eine unbeschwerte Kindheit verbracht hat. „Zehn Minuten bin ich früher immer mit dem Bus zum Stadion gefahren", erinnert er sich an seine Stadt, „in der ich viele Menschen kenne und in der auch mich viele Menschen kennen. Es ist schon etwas Besonderes, am Samstag heimzukehren", verrät er. Ob er bei seiner Dienstreise dann am Samstag nach dem Spiel die Gelegenheit nutzen wird, um Freunde und Familie zu treffen, stellt er erst einmal hinten an. „Das ist ja keine Hobbyfahrt, sondern wir haben ein wichtiges Spiel vor der Brust", bleibt das Private erst einmal außen vor. Die gesamte Aufmerksamkeit gilt dem Kräftemessen mit einem Gegner, „der sehr gut Fußball spielen kann, der sehr diszipliniert auftritt, sehr ballsicher und mit einem hohen Tempo ausgestattet ist", weiß Baumgart von seiner jüngsten Dienstreise. Die hatte ihn am Mittwoch nach Zwickau geführt, wo der SCP-Coach Zaungast beim 1:0-Erfolg der Gastgeber gegen Rostock war. „Da hat Rostock unglücklich verloren", geht er davon aus, dass „da am Samstag einiges auf uns zukommen wird, was wir im Spiel unterbinden müssen." Denn Baumgart ist fest davon überzeugt, dass auch die Elf von der Ostseeküste bis zum Saisonende um den Aufstieg mitspielen wird. Bei der Suche nach dem optimalen Personal für die anstehende Aufgabe hat für ihn die oberste Priorität, dass „wir zusehen müssen, die frischeste Mannschaft auf den Platz zu bekommen." Darüber macht er sich aber auch in dieser Englischen Woche nicht wirklich Sorgen, „denn zum Glück haben wir nicht nur einen breit aufgestellten Kader, sondern insgesamt Spieler, die alle von ihrem Leistungsstand her sehr dicht beieinander sind." So ist es für ihn jetzt kein Selbstläufer, dass beispielsweise Kapitän Christian Strohdiek nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder auf seinen angestammten Platz zurückkehrt. „Es ist egal, wen wir bringen, weil jeder Wechsel eine positive Reaktion bewirkt", versichert er. Somit kann für Baumgart das Rostock-Spiel kommen, weil er weiß, „dass es auch in Rostock einige gibt, die mir am Samstag die Daumen drücken werden."

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