Da war die Welt wieder in Ordnung: Kwame Yeboah bejubelt mit Phillip Tietz (r.) sein Tor zum 1:1. - © Wilfried Hiegemann
Da war die Welt wieder in Ordnung: Kwame Yeboah bejubelt mit Phillip Tietz (r.) sein Tor zum 1:1. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn Rassiges Spitzenspiel des SC Paderborn endet mit Remis

Baumgart-Elf zeigt erneut erst in der 2. Halbzeit ihr wahres Gesicht und gleicht den Rückstand nach einer Stunde im Handumdrehen durch Yeboah wieder aus

Paderborn. Im Spitzenspiel der 3. Fußball Liga zwischen Spitzenreiter SC Paderborn und dem 1. FC Magdeburg hieß es nach 90 packenden Minuten 1:1. Die Gastgeber taten sich in der 1. Halbzeit erneut schwer, zeigten aber Moral, als sie nur zwei Minuten nach der Führung durch Weil (61.) in Person von Winterneuzugang Kwame Yeboah den Ausgleich erzielten. Somit bleibt der SCP durch sein besseres Torverhältnis an der Spitze. Baumgart nahm im Vergleich zum Auswärtsspiel in Münster einige Veränderungen in seiner Startelf vor. Der zuletzt gelbgesperrte Marlon Ritter rückte wieder ins Team, ebenso erhielten Kwame Yeboah und Phillip Tietz den Vorzug vor Massih Wassey und Sven Michel. Für den gesperrten Innenverteidiger und Kapitän Christian Strohdiek spielte Leon Fesser als Manndecker. Die Gäste legten von Anpfiff an los wie die Feuerwehr und ließen den SCP in den ersten zehn Minuten kaum zur Entfaltung kommen. Dabei hatten die Platzherren sogar großes Glück, dass sie nicht schon früh zurücklagen, denn in der 6. Minute stand plötzlich Philip Türpitz völlig blank. Sein Schuss aber trudelte knapp am langen Eck vorbei. Ein erster Warnschuss, dem gleich ein zweiter folgen sollte und fast aus identischer Position war es keine 60 Sekunden später wieder Türpitz, der erneut am langen Eck vorbei zielte. Magdeburg defensiv sehr kompakt Auch Magdeburgs Kapitän Christian Beck hatte noch eine gute Chance, als er in der 18. Minute an Paderborns Leopold Zingerle scheiterte. Dann bekam der SCP mehr Kontrolle, auch weil der FCM ein wenig an Aggressivität rausnahm. Aber Magdeburg stand defensiv sehr kompakt, hatte zumeist den besseren Zugriff in den Zweikämpfen und ließ so gut wie keine Paderborner Chance zu. Nur einmal musste Torhüter Jan Glinker nach einem Schuss von Kwame Yeboah in Aktion treten. So wurden beim Stand von 0:0 die Seiten gewechselt. Dann aber nahm die Partie richtig Fahrt auf und keiner der 11.067 Zuschauer musste sein Kommen bereuen. Paderborn startete mit einem schönen Solo von Marlon Ritter, der aber schoss nur knapp vorbei (47.). Aber auch der FCM mischte weiter offensiv klasse mit. Zuerst hatte Paderborn noch Fortuna auf seiner Seite, als Pick nur die Querlatte traf, aber in der 61. Minute geriet der SCP dann doch in Rückstand. Nach einem Freistoß von Schwede ließ Weil mit seinem Kopfball hoch auf das kurze Ecke Paderborns Schlussmann ein wenig alt aussehen. Die Baumgart-Elf jedoch fand die richtige Antwort und nur zwei Minuten später stand es wieder ausgeglichen 1:1. Ritter fummelte sich auf rechts durch, fand Yeboah, der mit seinem linken Fuß sein erstes Saisontor erzielte. Die wohl größte Chance in der Schlussphase hatte der SCP, als nach Ritter-Vorarbeit Tietz eigentlich nur den Fuß hinhalten musste, sein Schussversuch aber neben dem Tor landete. Paderborns Geschäftsführer Sport, Markus Krösche, sprach später von einem Spiel, „dass von Zweikämpfen geprägt war. Fußball gab es heute dafür nicht so viel. Am Ende war es dann aber ein für beide Seiten gerechtes Unentschieden."

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