Ist kein Lautsprecher: Paderborns Cheftrainer Steffen Baumgart. - © Wilfried Hiegemann
Ist kein Lautsprecher: Paderborns Cheftrainer Steffen Baumgart. | © Wilfried Hiegemann

SC Paderborn Paderborns Coach freut sich auf das Topspiel

Aus Sicht des Cheftrainers ist die Tabellenführung vor dem Spitzenspiel gegen den 1. FC Magdeburg völlig unwichtig. Fesser ersetzt Kapitän Strohdiek im Abwehrzentrum

Werner Schulte

Paderborn. „Tabellenführer? – interessiert mich nicht!" Zumindest in der Außendarstellung präsentierte sich Paderborns Cheftrainer Steffen Baumgart am Samstag nach dem 1:1 in Münster und der damit verbundenen Rückkehr an die Spitze der 3. Liga nicht als ausgelassener Strahlemann. Im Fernduell mit dem 1. FC Magdeburg hatten die Ostwestfalen die Nase in diesem seit geraumer Zeit währenden Kopf-an-Kopf-Rennen plötzlich wieder vorn. Am heutigen Dienstag erwartet der SCP den Rivalen zum direkten Duell der beiden Top-Aufstiegsfavoriten (19 Uhr, Benteler-Arena). Auch vor diesem lupenreinen Spitzenspiel hält Baumgart den Ball merklich flach. „Dass in unserem Stadion ein Spiel zwischen dem Ersten und Zweiten ausgetragen wird, kommt sicher nicht so oft vor und deshalb freue ich mich", sagt der 46-Jährige im Vorfeld betont sachlich. Mit fetten Schlagzeilen, die den Stellenwert dieser Partie auf die Spitze treiben, kann er offensichtlich rein gar nichts anfangen. Paderborns Cheftrainer spricht auch nicht von einer offenen Rechnung, die es nach der 0:1-Hinspielniederlage jetzt zu begleichen gilt. Von Säbelrasseln keine Spur. Am 9. Dezember 2017 gelang dem inzwischen achtfachen Saisontorschützen Christian Beck in der MDCC-Arena der goldene Treffer. Duplizität der Ereignisse: Auch diese Begegnung ging seinerzeit im Zuge einer englischen Woche an einem Dienstagabend über die Bühne. Für die Neuauflage muss Baumgart seine Startelf ein wenig umbauen. Leon Fesser rückt in Anfangsformation Kapitän Christian Strohdiek sah zuletzt im Preußen-Stadion die Gelbrote Karte und steht nicht zur Verfügung. Für ihn rückt Leon Fesser in die Anfangsformation. Auch der zuletzt gelbgesperrte Marlon Ritter wird wieder von Beginn an spielen. Für wen, das ließ der SCP-Coach am Montag zunächst noch offen. Darüber hinaus wollte er weitere kleine Veränderungen nicht ausschließen. Möglicherweise erhält Phillip Tietz diesmal den Vorzug vor Ben Zolinski, der am Samstag neben Sven Michel im Angriff spielte. Wie erst am Montag bekannt wurde, hat sich Thomas Bertels nach seiner Einwechselung in Münster die rechte Hand gebrochen und bildet deshalb keine Option für den Kader. Auch Jamilu Collins, der laut Baumgart ursprünglich für die Startelf vorgesehen war, fällt wegen einer Magen-Darm-Erkrankung aus. Ob Marc Vucinovic als Alternative für die rechte Abwehrseite auf der Bank sitzen wird, war am Montag ebenfalls noch unklar. Dessen Ehefrau Christina hat Sohnemann Levin in der Nacht zum Montag zur Welt gebracht und deshalb wirkte der frischgebackene Vater laut Baumgart am Montag „noch ein bisschen müde". Grundsätzlich rechnet Paderborns Cheftrainer mit einem „wuchtigen, stabilen und kompakten Gegner, der ja nicht umsonst da oben steht". Auch Gäste-Trainer Jens Härtel, der bei den Sachsen-Anhaltinern seit Sommer 2014 in Amt und Würden ist, zollt dem Kontrahenten großen Respekt. Paderborn verfüge über ein großes Offensivpotenzial und zugleich eine stabile Defensive, sagte der 48-Jährige am Montag während der Pressekonferenz in Magdeburg, „wir müssen uns jetzt auf unsere Stärken fokussieren, die uns in der Tabelle nach oben gebracht haben."

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