Liveticker zum Heimspiel des SCP gegen Erfurt. - © nw.de
Liveticker zum Heimspiel des SCP gegen Erfurt. | © nw.de

SC Paderborn Der SC Paderborn unterliegt gegen Erfurt 0:1

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Hartmut Kleimann

Paderborn. Willkommen zurück im Ligaalltag, obwohl sich der SC Paderborn Spiel eins nach dem Pokalhighlight gegen Bayern München sicher anders vorgestellt hatte. Gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Rot-Weiß Erfurt sahen am Abend 7.225 Zuschauer eine Partie, die in die Geschichte eingehen wird. Denn die Gastgeber sahen nicht nur zwei Mal glatt Rot (64. Schonlau und 66. Zingerle), sondern unterlagen auch noch mit 0:1 (Bergmann 69.). Und das gegen einen Gegner, der im bisherigen Saisonverlauf erst einen Auswärtssieg zu verzeichnen hatte. Aber wenn die Thüringer etwas auf die Kette kriegen, dann gegen die Tabellenführer, denn beim Start ins Jahr hatten die Rot-Weißen auch im Heimspiel gegen Magdeburg gewonnen. Einige Stammspieler in der Pause Paderborns Trainer Steffen Baumgart reagierte auf die zusätzliche Belastung durch das Pokalspiel gegen Bayern und gönnte einigen Stammspielern eine Pause. Für Sven Michel, Felix Herzenbruch und Christian Strohdiek rückten Phillip Tietz, Jamilu Collins und Leon Fesser in die Startelf. Dann aber geschah genau das, was zuletzt auch die Bayern in Paderborn befürchtet hatten. Jedoch hatte der Drittligist am Dienstag gegen den Erstliga-Tabellenführer positiv überrascht und mutig nach vorne gespielt. Das Team von Trainer Stefan Emmerling zog sich aber bei Paderborner Ballbesitz zumeist mit Mann und Maus zurück und dagegen fanden die Gastgeber zunächst kein Mittel. Da wurde viel quer gespielt, dazu kamen viele Unterbrechungen, die den Spielfluss hemmten. Es entwickelte sich somit das Spiel, das eigentlich keiner sehen wollte. Ideenlosigkeit und Leichtfertigkeit Kurz vor der Pause kam dann doch einmal ein Pass in die Tiefe an, aber der aufgerückte Leon Fesser scheiterte am aufmerksamen Erfurter Schlussmann Philipp Klewin. Besser wurde es dann auch nach der Pause nicht, im Gegenteil. Gut eine Stunde war vorbei, da kam zur Ideenlosigkeit auch noch Leichtfertigkeit hinzu. In beiden Fällen wurden Paderborner in Spielsituationen gebracht, aus denen sie sich nur mit einem Foul retten konnten. Schonlau legte Nermin Crnkic, obwohl die darauf folgende Karte vielleicht doch ein wenig hart war. Die vorherrschende Verwirrung nutzten die Gäste zu ihren Gunsten und nur zwei Minuten später folgte der nächste schlampige Ballverlust und Zingerle war der Gelackmeierte. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zögerte wieder keinen Moment und stellte auch den Paderborner Schlussmann vom Feld. Dann kam es noch ein wenig heftiger, als der Erfurter Bergmann den fälligen Freistoß ins Paderborner Tor drosch. Der Tabellenführer lag zu neunt gegen elf Erfurter im Hintertreffen. Rotsünder Nummer eins, Sebastian Schonlau, gab nach dem Spiel zu, letzter Mann gewesen zu sein. „Aber der läuft direkt auf mich zu. Dass ich dann nicht an die Seite gehe, ist auch klar. Wir haben gegen eine tief stehenden Gegner heute keine Lösungen gefunden und die haben unsere zwei Fehler eiskalt und clever ausgenutzt", sagte er sichtlich niedergeschlagen. Alle Details zum Spiel finden Sie im NW-Liveticker:

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