Während des Testspiels Italien gegen Deutschland kam ein Video-Van des Anbieters Hawk-Eye zum Einsatz. - © picture alliance / Pressefoto ULMER/Markus Ulmer
Während des Testspiels Italien gegen Deutschland kam ein Video-Van des Anbieters Hawk-Eye zum Einsatz. | © picture alliance / Pressefoto ULMER/Markus Ulmer

SC Paderborn In der Benteler-Arena kommen die Video-Schiris in den Transporter

Ab dem Viertelfinale wird der Videobeweis erstmals auch im DFB-Pokal eingesetzt. Die Benteler-Arena verfügt allerdings nicht über einen notwendigen Glasfaseranschluß.

Marc Schröder

Paderborn. Wenn das Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen dem SC Paderborn und dem FC Bayern München angepfiffen wird, dann kommt auch der Videobeweis erstmals im Pokalwettbewerb zum Einsatz. Im Gegensatz zu den Stadien der Erstligisten ist die Paderborner Benteler-Arena aber nicht für einen Einsatz der Technik ausgestattet. Deshalb kommt eine mobile Sonderlösung zum Einsatz. Im Normalfall sitzen die Video-Schiedsrichter mit einem assistierenden Bildtechniker während der Bundesligaspiele in ihrer Videoassistenz-Zentrale in Köln vor den Bildschirmen. Ihre Aufgabe den Schiedsrichter auf dem Spielfeld unterstützen und Fehlentscheidungen direkt aufklären. Unumstritten sind die Entscheidungen beileibe nicht und erste Anpassungen im Verfahren hat es bereits gegeben. Kein heißer Draht nach Köln Beim Spiel in der Benteler-Arena stellt sich für den DFB jedoch ein Problem: Das Stadion verfügt nicht über einen entsprechenden Glasfasernaschluß und damit keinen heißen Draht zur Videoassistenz-Zentrale in Köln. Doch der Fussballbund ist wohl gerüstet. Mit einer mobilen Einheit, die sich in einem Transporter befindet. Darin ein Arbeitsplatz mit der Videotechnik wie sie auch in der Kölner Zentrale eingesetzt wird. Während des Pokalspiels wird der Transporter am Stadion platziert und mit dem Video-Schiri besetzt. Die "mobile Video-Assistent-Technik" hat der DFB in erster Linie nicht aufgrund von Stadien ohne Glasfaseranschluß in der Hinterhand, sondern aus Platzgründen. Denn wenn an den letzten beiden Bundesligaspieltagen jeweils neun Partien zeitgleich stattfinden, gibt ist in der Kölner Zentrale schlichtweg nicht genügend Video-Plätze.

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