Ben Zolinski und Massih Wassey jubeln nach dem 1:0. - © Christian Weische
Ben Zolinski und Massih Wassey jubeln nach dem 1:0. | © Christian Weische

SC Paderborn SC Paderborn nach 1:0 gegen Ingolstadt erstmals im Pokal-Viertelfinale

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Hartmut Kleimann

Paderborn. Die Sensation ist geschafft. Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte steht der SC Paderborn in einem Viertelfinale des DFB-Pokalwettbewerbs. Durch ein Tor von Ben Zolinski in der 56. Minute besiegte die Baumgart-Elf vor exakt 14.800 Zuschauern den FC Ingolstadt hochverdient mit 1:0. Damit dürfen sich die Ostwestfalen das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel mit einer Prämie von 1,3 Millionen Euro versüßen lassen. „Das war eine überragende Leistung. Die Elf hat alles auf den Platz gebracht und sich heute für eine super Hinrunde belohnt", lobte Sportchef Markus Krösche das Kollektiv. Wie zu erwarten stand für den etatmäßigen Torhüter Leopold Zingerle Pokal-Keeper Michael Ratajczak zwischen den Pfosten. Sonst änderte der Trainer nichts, weil auch Lukas Boeder nach seiner leichten Grippe rechtzeitig fit geworden war. Echter Pokalfight auf tiefem Boden Mit dem Anpfiff entwickelte sich auf tiefem Boden ein spannender Pokalfight, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten und in dem der Drittligist mit dem Erstliga-Absteiger auf Augenhöhe agierte. Zunächst hatten die Gäste mehr Spielanteile, dann aber fightete sich der SCP mehr und mehr in die Partie. Drei Gelbe Karten gegen Ingolstädter Spieler zeigen auf, mit welchen Mitteln sich der FC den Attacken der Ostwestfalen erwehren musste. Während der Zweitligist in der Offensive alles schuldig blieb, fehlte beim SCP einige Male nur ein wenig Glück, dann wäre der finale Pass angekommen. So ging es mit dreiminütiger Nachspielzeit beim Stand von 0:0 in die Pause. Diese Zugabe war notwendig geworden, weil sich der Ingolstädter Pledl nach einer guten Viertelstunde am Kopf verletzt hatte und nach langer Behandlung zunächst noch weiterspielte. In der 33. Minute aber musste er sichtlich benommen ausgewechselt werden. In der zweiten Hälfte spielte der SCP dann in Richtung der eigenen Fans. Der Druck der Gastgeber wurde spürbar von Minute zu Minute größer, nur das Tor fehlte noch. Dann die 56. Minute, in der Dennis Srbeny den richtigen Pass auf Ben Zolinski spielte, der völlig abgebrüht das Runde unter die Latte hämmerte. Nur Sekunden später leistete sich der Ex-Paderborner Finn Wahl einen Riesenpatzer. Srbeny zog auf und davon, aber seine flache Hereingabe fand keinen Abnehmer. Ingolstadt bleibt harmlos Wer nun gedacht hatte, Ingolstadt könnte die Offensivbemühungen intensivieren, der sah sich getäuscht. Srbeny (61.) und Michel (65.) hatten das 2:0 auf dem Fuß, aber die Fans mussten weiter zittern, denn nach einer Ecke war der Ball nach einem Kopfball von Matip plötzlich im Paderborner Tor (70.), aber Schiedsrichter Zwayer entschied auf Abseits. Dann stand wieder Srbeny im Mittelpunkt, als er von Michel klasse in Szene gesetzt wurde, sein Schuss aber an den Außenpfosten klatschte (73.). Paderborn legte anschließend eine wahre Energieleistung auf den Platz und ließ auch in einer fünfminütigen Nachspielzeit nichts mehr anbrennen. Dann erfolgte der Schlusspfiff und ein tosender Jubel setzte ein. Mittelfeldspieler Robin Krauße, der heute mit seiner Freundin vor den Traualtar treten wird, sah den Grund für den Erfolg in der kämpferisch überzeugenden Leistung. „Wir haben denen den Schneid abgekauft und konnten nach dem Tor unsere Konter ausspielen." Das DFB-Pokal-Achtelfinale in der Ticker-Nachlese:

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