SC Paderborn Paderborns Schlussmann sieht verbesserte Vorzeichen

Zingerle hat die im Hinspiel beim Halleschen FC verspielte 4:1-Führung vor der heutigen Neuauflage abgehakt

Werner Schulte

Paderborn. Ein Münchner im siebten Fußball-Himmel. Zumindest in diesen Tagen, denn vor einer knappen Woche erreichte Leopold Zingerle mit dem SC Paderborn angesichts der Herbstmeisterschaft ein prestigeträchtiges Etappenziel. Nach dem heutigen Heimspiel gegen den Halleschen FC (19 Uhr, Benteler-Arena) ist das Arbeitsjahr 2017 für den etatmäßigen Schlussmann allerdings frühzeitig zu Ende. Zingerle muss Ratajczak den Vortritt lassen Während die Teamkollegen für das DFB-Pokalspiel gegen den FC Ingolstadt einem Platz in der Startelf entgegenfiebern, ist Zingerles Rolle frühzeitig klar. Nachdem der 23-Jährige alle bisherigen 19 Saisonspiele in der Meisterschaft bestreiten durfte, muss er seinem Torwart-Kollegen Michael Ratajczak am kommenden Dienstag (18.30 Uhr, Benteler-Arena, Liveticker auf nw.de) mal wieder den Vortritt lassen. Der hatte von Cheftrainer Steffen Baumgart beizeiten die Einsatzgarantie für die Pokalwettbewerbe erhalten. Zingerle bläst deshalb nicht Trübsal, spricht in diesem Zusammenhang aber von einer "Medaille mit zwei Seiten". Wohl niemand würde gern auf ein solches Highlight verzichten, sagt der gebürtige Münchner, "aber ich glaube, wir haben das ganz gut gelöst". Außerdem habe diese Personalpolitik angesichts der beiden vorherigen Erfolge über St. Pauli und Bochum auch bestens funktioniert. "Treten viel gefestigter auf" Besser jedenfalls als das Hinspiel des SC Paderborn in Halle am 27. Juli, als die Ostwestfalen einen komfortablen 4:1-Vorsprung in den letzten 30 Spielminuten noch verspielten. Das finale 4:4 zum Saisonauftakt ist gleichzeitig das einzige Remis, das in der bisherigen Bilanz für den SCP zu Buche schlägt. Eine Rechnung hat Leopold Zingerle mit den Gästen aus Sachsen-Anhalt vor der heutigen Neuauflage deshalb aber nicht mehr offen. "Inzwischen haben wir uns gefangen und treten viel gefestigter auf als noch vor ein paar Monaten", konstatiert Paderborns Keeper, "die Ausgangslage hat sich geändert und deshalb wird es auch ein ganz anderes Spiel". Für die jetzt startende Rückrunde, in der "wir unsere Leistung permanent bestätigen und uns sicherlich auch noch weiterentwickeln müssen", hat also auch Zingerle einen klaren Plan, "die während der Hinrunde geholten 43 Punkte werden wir allerdings kaum noch toppen können". Im Vergleich zum Dienstag, wenn der Drittligist im Duell mit dem Zweitligisten dann den Großangriff auf den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale startet, hält Paderborns Keeper die heutige Aufgabe grundsätzlich für die schwierigere. "Im Heimspiel gegen Halle ist die an uns gerichtete Erwartungshaltung sicherlich viel größer als am Dienstag, weil wir gegen Ingolstadt ja nichts zu verlieren haben", so Zingerle. In der Liga zu punkten sei schließlich viel wichtiger, "aber natürlich hoffen wir auch im DFB-Pokal auf einen weiteren Sieg."

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