Die Leidenszeit ist zunächst mal überstanden: Paderborns Angreifer Dennis Srbeny will wieder durchstarten. - © Marc Köppelmann
Die Leidenszeit ist zunächst mal überstanden: Paderborns Angreifer Dennis Srbeny will wieder durchstarten. | © Marc Köppelmann

Paderborn Dennis Srbeny steht in den Startlöchern

Werner Schulte

Paderborn. Aufatmen beim SC Paderborn. Mit Dennis Srbeny steht der aktuelle Topscorer der 3. Liga vor dem Heimspiel gegen Fortuna Köln wieder in den Startlöchern (Samstag, 14 Uhr Benteler-Arena, WDR live). Die Nachwehen eines Gelenkkapselrisses im rechten Knie, gepaart mit einem Muskelfaserriss in der Kniekehle, wurden vor dem Großangriff des Spitzenreiters auf die Herbstmeisterschaft pünktlich auskuriert. Jedenfalls fühlt sich der Ex-Patient inzwischen "wieder fit" und freut sich riesig, "endlich wieder einsteigen" zu können. Verbunden mit der Hoffnung, dass sein Knie die Belastungen eines Spiels auch auch tatsächlich verkrafte. An der grundsätzlichen Erfolgsstory des SC Paderborn hat der 23-Jährige großen Anteil. Von den insgesamt 44 Saisontreffern hat der Senkrechtstarter, der im Sommer vom Regionalligisten BFC Dynamo Berlin nach Ostwestfalen wechselte, sieben Mal selbst getroffen und elf Treffer vorbereitet. Auffällig auch dies: In keinem der bislang vier verlorenen Saisonspiele hat Dennis Srbeny mitgewirkt. Allein während der zuletzt fünf Meisterschaftsspiele umfassenden Verletzungsphase des gebürtigen Berliners hagelte es gleich drei Niederlagen, zuletzt gab es sogar deren zwei in Folge. Ist damit die Ursache für die Mini-Krise etwa schon gefunden? "Auf gar keinen Fall", sagt der Goalgetter entschlossen. "Fußball ist nun mal ein Mannschaftssport" und weil sich alle Teamkollegen vorbildlich reinhingen, "sind wir in dieser Saison auch so erfolgreich", möchte Srbeny die Lorbeeren trotz der persönlichen Vorzeige-Bilanz keinesfalls für sich allein vereinnahmen. So habe das Team auch während seiner Abwesenheit in den weniger erfolgreichen Partien "grundsätzlich gut gespielt", sich aber phasenweise nur "etwas zu naiv angestellt". Auch die kongeniale Partnerschaft des Angreifers mit dem Sturm-Kollegen Sven Michel (zehn Tore, sieben Assists) ist einer dieser entscheidenden Bausteine für die bislang 13 siegreichen Begegnungen während dieser Spielzeit. "Gegensätze ziehen sich an", kommentiert Dennis Srbeny das Erfolgsgeheimnis, "er geht mehr in die Tiefe, ich versuche die Bälle festzumachen und ihn anzuspielen". Diese Rollenverteilung mache den SCP für den Gegner sicher "ein bisschen unberechenbarer". Grundsätzlich haben die Beschleunigungswerte den ehemaligen Regionalligaspieler ein bisschen auch selbst überrascht. "Dass es so gut läuft", habe er sich vorher nicht unbedingt träumen lassen, sagt Srbeny, "als ich gekommen bin, habe ich aber durchaus gedacht, dass es so laufen kann". Möglicherweise profitiert der 23-Jährige ja auch ein wenig vom regelmäßigen Austausch mit seinem "besten Kumpel". Der heißt Maximilian Philipp, spielt seit dem Sommer bei Borussia Dortmund und hat in elf Bundesligaspielen bisher sechs Tore erzielt und zwei vorbereitet. Seit seinem siebten Lebensjahr habe er mit Philipp gemeinsam in den Nachwuchsmannschaften von Hertha BSC und Hertha Zehlendorf gekickt, verrät der gebürtige Berliner. Die innige Freundschaft hat all die Jahre überlebt. "Einmal pro Woche treffen wir uns entweder in Dortmund oder Paderborn", sagt Dennis Srbeny. Die gegenseitige Ansteckungsgefahr zwischen zwei erfolgsfiebrigen Fußball-Profis ist da wohl nicht ganz auszuschließen.

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