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Paderborn Der SC Paderborn besteht trotz der ersten Niederlage eine Reifeprüfung

Frank Beineke

Paderborn. Fußball ist ein Ergebnissport. Das weiß auch Steffen Baumgart. Und erstmals in seiner Amtszeit als Cheftrainer des SC Paderborn sollte am Dienstagabend das Ergebnis nicht stimmen. Im 19. Pflichtspiel unter der Ägide des 45-jährigen Fußball-Lehrers kassierte der Drittliga-Spitzenreiter eine unglückliche 0:1 (0:0)-Niederlage. Dennoch gibt es positive Aspekte, die der Verlierer von der Pader aus diesem Spiel ziehen kann. „Irgendwie ist das ein komisches Gefühl. Gegen Münster haben wir 2:1 gewonnen und ich war unzufrieden. In Magdeburg verlieren wir 0:1 und ich bin mit der Leistung vollkommen zufrieden", konstatiert Baumgart. Denn in der Tat hatten seine Schützlinge im schweren Gastspiel bei den Börde-Kickern überzeugt. „Spielerisch war das sicherlich mit das Beste, was wir in dieser Saison abgeliefert haben", urteilt der SCP-Coach. Dabei war Baumgart vom bewährten 4-4-2-System abgerückt. Hauptgrund war der Ausfall von Dennis Srbeny, der wegen seiner im Münster-Spiel erlittenen Prellung nicht im Kader stand. „Wir haben uns in Absprache mit den Ärzten dazu entschieden, denn wir wollten kein Risiko eingehen", sagt Paderborns Trainer und ist guter Dinge, dass der Topscorer der Liga (drei Tore, acht Assists) an diesem Freitag im Heimspiel gegen Hansa Rostock (19 Uhr, Benteler-Arena) wieder fit ist. Doch auch ohne Srbeny funktionierte das Offensivspiel des SCP. Dies lag auch an einem prima aufgelegten Marlon Ritter, der ein sehenswertes Startelf-Debüt hinlegte. Der 22-Jährige war lauffreudig, immer anspielbar, hatte einen Blick für die freien Räume und suchte den Abschluss. Und mit Teamkollegen wie Wassey, Michel, Antwi-Adjej und Zolinski trug Ritter maßgeblich dazu bei, dass der SCP nicht nur kämpferisch, sondern auch fußballerisch überzeugte. Allein der finale Pass sollte zumeist misslingen, weil die Hausherren geschickt verteidigten. „Paderborn war bislang die stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben", lobte Magdeburgs Trainer Jens Härtel die Gäste von der Pader, die sich auch von der extrem lautstarken Kulisse in der MDCC-Arena und aggressiven Gastgebern nicht einschüchtern ließen. „Hier in Magdeburg musst du erst einmal bestehen. Die Jungs haben ihre Aufgabe sehr gut gemeistert", freut sich Baumgart über eine bestandene Reifeprüfung. Und so mussten sich die SCP-Kicker nach der ersten Saisonniederlage keine großen Vorwürfe machen. „Wir können sicher erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Jetzt starten wir halt eine neue Siegesserie", sagte Kapitän Christian Strohdiek nach Spielschluss. Und das Gute ist, dass der SCP schon morgen damit anfangen kann.

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