Gastiert heute beim Ex-Klub: Steffen Baumgart. - © Marc Köppelmann
Gastiert heute beim Ex-Klub: Steffen Baumgart. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Paderborns Chef-Trainer Steffen Baumgart übt Selbstkritik

Übungsleiter gibt zu, dass er mitunter zu viel verlangt und gelobt Besserung

Frank Beineke

Paderborn. Mit dem 2:1-Erfolg gegen Preußen Münster feierte Fußball-Drittligist SC Paderborn am Samstag den zehnten Pflichtspielsieg in Folge. Angesichts der durchwachsenen Leistung kam bei den SCP-Akteuren aber keine allzu große Freude auf. Dies registrierte auch Chefcoach Steffen Baumgart. Vor dem Topspiel beim Tabellendritten 1. FC Magdeburg (19 Uhr, MDCC-Arena, Liveticker auf nw.de) am Dienstag plädiert er daher dafür, nicht übermäßig kritisch zu sein. Wichtig sei, die rosige Lage auch zu genießen. Bei seiner Kritik hat Baumgart nicht die Fans oder die Medien im Blick. Der SCP-Coach nimmt sich vielmehr selbst ins Visier. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich von den Jungs zu viel verlange. Das scheint auf sie abzufärben, so dass sie selbst zu kritisch mit sich umgehen", so Baumgart. „Natürlich müssen wir uns verbessern. Und natürlich machen wir Fehler. Aber man kann nicht fehlerlos spielen. Wir sind jedenfalls in einer Situation, in der wir uns alle freuen könnten. Die Jungs machen einen riesigen Job. Daher sollten wir ab und zu mal ein Lächeln mehr aufsetzen", fordert der 45-Jährige, der in seinen 18 Pflichtspielen als SCP-Coach noch keine Niederlage kassiert hat. Mit Demut zum Magdeburg-Spiel Doch diese imposante Serie ist gegen Magdeburg in akuter Gefahr. Es geht zum 1. FC Magdeburg, der in der heimischen Arena in dieser Saison noch eine blütenweiße Weste hat. In sechs Pflichtspielen gab es sechs Heimsiege bei einem Torverhältnis von 13:2. „Das Stadion, die Stimmung, die Emotionen. Und dann ein Gegner, der sehr hoch attackiert. Ich bin gespannt, wie die Jungs damit umgehen", sagt Baumgart, der in der Saison 2009/2010 selbst den 1. FC Magdeburg trainierte. Doch auch hier plädiert der SCP-Coach dafür, voller Vorfreude ins Spiel zu gehen. „Aber auch mit sehr viel Demut, denn wir wissen, dass eine große Aufgabe auf uns zukommt", sagt Baumgart. Die besagte Aufgabe wird auch Christian Strohdiek in Angriff nehmen. Der wiedergenesene SCP-Kapitän kehrt in die Innenverteidigung zurück. Sebastian Wimmer muss für ihn auf der Bank Platz nehmen. „Es ist wichtig, dass Christian die Mannschaft führt", betont der Coach. Auch Dennis Srbeny, der im Münster-Spiel eine starke Prellung erlitten hatte, ist mit nach Magdeburg gefahren. Eine MRT-Untersuchung ergab, dass Knochen und Bänder unversehrt blieben. Ein Einsatz in der Startelf ist jedoch unwahrscheinlich. Für ihn würden Marlon Ritter oder Koen van der Biezen auflaufen.

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