SC Paderborn Paderborns Sebastian Wimmer: "Trainer ist ein richtiger Häuptling"

Wimmer steht gegen Münster wieder in der Startelf

Hartmut Kleimann

Paderborn. Im Kader des SC Paderborn steht auch in dieser Saison ein Österreicher. Sebastian Wimmer ist von der U 23 des VfL Wolfsburg an die Pader gewechselt und tritt damit die Nachfolge von Spielern wie Kevin Stöger (jetzt beim VfL Bochum), Dominik Wydra (Aue) oder Niklas Hoheneder (Holstein Kiel) an. Vor allem mit Letztgenanntem hat der Defensivspieler einige Gemeinsamkeiten, denn auch Wimmer stammt aus der Nähe von Linz, spielte bereits in der Hauptstadt Wien und weiß seitdem die Vorzüge eines echten Wiener Kaffeehauses zu schätzen. „Aber auch in Paderborn gibt es ein paar gute Italiener, die einen guten Kaffee machen", hat sich der 23-Jährige schon prima in der Stadt an der Pader eingelebt. Und an seine neue Wahlheimat richtet er folgende Worte: „Macht euch nicht kleiner als ihr seid, denn Paderborn hat wirklich viele schöne Dinge zu bieten", sagt er mit dem Ton der Überzeugung. Ein Zeugnis, das er der Stadt in OWL und der Region nicht einfach so ausstellt. Wimmer hat durchaus Vergleichsmöglichkeiten, denn seine Freizeit hat er in den vergangenen zwei Jahren auch dazu genutzt, Land und Leute kennenzulernen. Mit seinen Eltern ist er beispielsweise auch in Städte der neuen Bundesländer gereist. „Ich war zum Zeitpunkt der Wende ja noch nicht geboren, aber meine Eltern haben sich sehr für dieses Thema interessiert", erzählt er. "In Paderborn in Ruhe arbeiten" Im Moment aber denkt er nicht an geplante Städtereisen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf seinen Job beim SC Paderborn. „Ich bin froh, hier zu sein, weil wir in Paderborn in Ruhe arbeiten können", stellt er als wichtiges Merkmal heraus. Und dazu zeige die neu formierte Mannschaft einen enormen Willen und viel Biss. Das alles werde von einem Trainer koordiniert, „der ein richtiger Häuptling ist. Der geht vorne weg und hat einen klaren Plan. Und was man nicht vergessen darf, er ist ein Mensch", stellt Wimmer auch seinem Trainer das allerbeste Zeugnis aus. Die Art, wie SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart die Mannschaft führe, erinnert den Innenverteidiger sehr an seine Zeit bei Austria Wien, als er zum Kader vom jetzigen Köln-Coach Peter Stöger gehörte und Meister wurde. „Das sind zwar ganz unterschiedliche Typen, aber in der Art, wie sie mit Menschen umgehen, sind sie sich sehr ähnlich. Ich mag das und bei beiden weiß man immer, woran man ist", so Wimmer. Wimmer hat bereits am Donnerstag von seinem Trainer erfahren, dass er am Samstag gegen Münster (14 Uhr, Benteler-Arena, Liveticker auf nw.de) wieder in der Startelf steht. Wie beim 3:1-Sieg im Pokal vor einigen Wochen, als er gegen die Preußen per Kopf das Tor zum 2:0 erzielte. „Natürlich nimmt man so ein Erlebnis mit, aber wir dürfen nicht glauben, dass es auch in der Liga wieder so einfach funktioniert wie im Pokal", warnt er. Aber sollte die Erfolgsserie halten, wird sich Wimmer sicher den einen oder anderen guten Kaffee beim Italiener gönnen.

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