SCP-Coach Steffen Baumgart. - © Marc Köppelmann
SCP-Coach Steffen Baumgart. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Favoritenrolle für Paderborns Trainer Baumgart sekundär

Der Drittliga-Tabellenführer trifft am Samstag um 14 Uhr in der Benteler-Arena auf den SC Preußen Münster. Der durchlebt im Moment eine nicht so positive Phase

Hartmut Kleimann

Paderborn. Saisonübergreifend ist Paderborns Trainer Steffen Baumgart nun fast eine halbe Saison beim Fußball-Drittligisten tätig. 17 Spiele mit einer beeindruckenden Bilanz, denn der gebürtige Rostocker ist mit seinen Paderborner Jungs weiter ungeschlagen. Dabei gibt es vor allem zwei Vereine, die die unheimliche Erfolgsquote der Domstädter ganz besonders zu spüren bekommen haben. Denn während Baumgart es mit einer ganzen Reihe von Drittligisten noch gar nicht zu tun hatte, sind in der Bilanz die Sportfreunde Lotte und der SC Preußen Münster besonders häufig anzutreffen. Gegen Lotte hat der 45-Jährige mit seinem Team inklusive Pokalendspiel schon drei Siege gefeiert, gegen Münster bisher zwei. Und wenn es nach dem Willen von Trainer und Mannschaft geht, soll der dritte Streich am Samstag um 14 Uhr (Liveticker auf nw.de) in der Benteler-Arena folgen. Am Ende der Spielzeit 2016/2017 kämpften die Paderborner gegen die Preußen im vorletzten Punktspiel noch um das nackte Überleben in der Liga. Wenige Wochen später traten sie in der zweiten Englischen Woche in der ersten Runde des Westfalenpokals schon erheblich selbstbewusster auf und siegten verdient mit 3:1. Nun sind die SCP-Akteure am Samstag sogar in der Favoritenrolle, auch wenn das der Trainer gar nicht so gerne hört. „Es geht doch nicht um Favorit sein oder nicht, sondern darum, dass wir auch am Samstag unser Spiel durchsetzen", sagt Baumgart, um dann aber auch zu wertschätzen, „dass wir uns diese gute Position erarbeitet haben. Gleichzeitig wissen wir, wie schwer es ist, diese Position zu verteidigen". Baumgart erwartet ein hartes Stück Arbeit Den Gegner aus Münster schätzt er als sehr viel stärker ein, als der aktuelle Tabellenplatz aussage. „Für Münster läuft es im Moment nicht so positiv", stellt er fest und erwartet auch deshalb „ein hartes Stück Arbeit". Der zuletzt in Würzburg ausgefallene Mannschaftskapitän Christian Strohdiek ist zwar seit Donnerstag wieder im Teamtraining, aber der Trainer hat sich bereits für die Viererkette des 3:2-Erfolges in Unterfranken entschieden. Sebastian Wimmer wird also für Strohdiek anspielen. Koen van der Biezen wird wieder in den Kader rücken. Dafür gibt es noch ein kleines Fragezeichen bei Christopher „Jimmy" Antwi-Adjej, der in Würzburg einen Schlag auf den Fuß bekommen hat. Aber auch für diese Position verfügt der SCP über Alternativen, was bei einem Start in eine weitere Englische Woche in Hinblick auf das Spitzenspiel am Dienstag in Magdeburg ebenfalls wertvoll ist. „Daran aber verschwenden wir noch keine Gedanken. Wir haben Würzburg aufgearbeitet, reden jetzt über Münster und freuen uns auf das Spiel", nennt Baumgart die bevorzugte Reihenfolge.

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