Sven Michel (l.) und Massih Wassey (r.). - © Marc Köppelmann
Sven Michel (l.) und Massih Wassey (r.). | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Paderborns Coach Baumgart sieht noch viel Luft nach oben

Trotz der anhaltenden Erfolgsserie hat der Trainer durchaus Anlass zur Kritik

Hartmut Kleimann

Paderborn. Sieben Spiele ohne Niederlage, Spitzenreiter und mit 19 Tore die beste Offensive der Liga. So lautet aktuell die durchaus erfreuliche Zwischenbilanz des SC Paderborn. Anders aber als vor nicht allzu langer Zeit, bleiben die Verantwortlichen in dieser durchaus komfortablen Situation auf dem Teppich. Auch nach dem knappen 3:2-Auswärtssieg in Würzburg währte die Freude nur kurz. „Was wir hier gerade machen, ist sicherlich Stöhnen auf einem hohen Niveau, aber ich habe in den 90 Minuten auch viele Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben", sagte beispielsweise SCP-Trainer Steffen Baumgart wenige Minuten nach dem Schlusspfiff in Würzburg. Auch Geschäftsführer Sport Markus Krösche tadelte im Spiel Phasen mit passivem und zu statischem Spiel. „Da müssen wir einfach unsere Möglichkeiten konsequenter zu Ende spielen. So haben wir dem Gegner die Tür offen gelassen", befand er. "Müssen nur konsequenter sein" In der Tat, denn beim Stand von 2:0 hatte plötzlich Würzburg nach einem Doppelschlag wieder einen Fuß drin in der von Krösche zitierten Tür. Was den Sportchef positiv stimmte war die Tatsache, dass sich die SCP-Spieler im Gegensatz zum Debütspiel in Halle (4:4 nach 4:1-Führung) dann doch wieder selbst mit dem Treffer zum 3:2-Sieg aus der gefährlichen Situation befreit haben. „Aber noch einmal: Wir müssen nur konsequenter sein, dann haben wir auch hier viel früher Ruhe", sagte Krösche abschließend. In diese Kerbe schlug auch der Trainer, als er die Treffer seines nahezu perfekt harmonierenden Sturmduos Sven Michel und Dennis Srbeny mit Freude zur Kenntnis nahm, gleichzeitig aber erklärte, „dass auch viele Bälle nicht so gespielt wurden, wie ich mir das vorstelle." So hätte seine Elf, noch bevor das 2:1 fällt, schon 3:0 oder sogar 4:0 führen müssen. Bei diesen Überlegungen musste dann auch die Defensive Kritik einstecken. „Denn es kann nicht sein, dass der Ball im Fünfer runterfällt und ihn ein gegnerischer Spieler mit dem Fuß reinmacht", zeigte sich Baumgart nicht erfreut über die Passivität nach dem Eckball in der 84. Minute zum 2:2. Der Trainer sieht beim Tabellenführer also durchaus noch Luft nach oben.

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