Paderborn Baumgarts Erfolgsbilanz ist gegen St. Pauli in akuter Gefahr

Werner Schulte

Paderborn. Jetzt schlägt’s dreizehn. Seit seinem Amtsantritt am 16. April 2017 hat Steffen Baumgart mit dem SC Paderborn zwölf Pflichtspiele als Cheftrainer bestritten. Eine Niederlage musste der 45-Jährige bislang noch nicht unterschreiben. Im 13. Versuch droht dieser Vorzeige-Bilanz mit dem DFB-Pokalheimspiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli allerdings akute Gefahr (Montag, 18.30 Uhr, Benteler-Arena). Von der vermeintlichen Unglückszahl lässt sich der SCP-Coach im Vorfeld aber nicht beeindrucken. Etwaiger Aberglaube werde in diesen Tagen „einfach weggeblockt", sagt Baumgart und spricht von einer großen Vorfreude auf ein Spiel, „das wir uns erarbeitet haben". Eine Favoritenrolle will er vor dem Anstoß nicht verteilen, weil er hoffe, „dass wir uns mit dem FC St. Pauli auf Augenhöhe bewegen können". Außerdem weiß der Ex-Profi aus eigener Erfahrung: „Ein Zweitligist tut sich gegen einen Drittligisten immer schwer." Nachdem Paderborns Cheftrainer seine Startelf im Westfalenpokal gegen Preußen Münster unter der Woche auf sechs Positionen verändert hatte, kommen am Montag weitgehend wieder die Kandidaten zum Zuge, die beim 5:0-Erfolg über Sonnenhof Großaspach von Beginn an gespielt hatten. Zwei Ausnahmen stehen bereits fest, denn Michael Ratajczak seht auch im Duell mit den Kiez-Kickern im SCP-Tor. Darüber hinaus wird Lukas Boeder erneut für den am Knie verletzten Marc Vucinovic als Rechtsverteidiger auflaufen. Inzwischen ist der SC Paderborn erneut auf dem Personalsektor aktiv geworden. Mit Matthias Stingl spielt in diesen Tagen ein 19-jähriges Talent vor, das die U19 des FC Bayern München in der abgelaufenen Saison als Kapitän aufs Feld führte. Laut Baumgart ist der Testkandidat auf beiden Außenbahnen universell einsetzbar, „sowohl defensiv als auch offensiv". Der mehrfache DFB-Junioren-Nationalspieler hatte kürzlich ein Angebot des Rekordmeisters für die Regionalliga abgelehnt und sucht zurzeit einen Proficlub.

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