Christian Strohdiek ist der neue Kapitän des SC Paderborn. - © Marc Köppelmann
Christian Strohdiek ist der neue Kapitän des SC Paderborn. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Strohdiek erhält das Vertrauen

Innenverteidiger wird von Chefcoach Baumgart zum neuen Kapitän ernannt. Bertels, Vucinovic und die Torhüter Ratajczak und Zingerle komplettieren den Mannschaftsrat. Kruska und van der Biezen gehören nicht mehr zu diesem Gremium

Frank Beineke

Paderborn. Kurz vor dem Anpfiff des Testspiels gegen den FC Schalke 04 wurde am Samstag das Geheimnis gelüftet, wer der neue Kapitän des SC Paderborn ist. Die Wahl von Chefcoach Steffen Baumgart, der sich zuvor ein Feedback aus der Mannschaft geholt hatte, fiel auf Christian Strohdiek. „Er ist für mich der ideale Kandidat, denn Christian ist mit dieser Stadt und dem Verein tief verwurzelt. Ich hoffe, dass ihn dieses Amt beflügelt", begründet der SCP-Trainer. Strohdiek tritt damit die Nachfolge von Tim Sebastian an. Zum Stellvertreter wurde Thomas Bertels ernannt. Strohdiek und Bertels gehörten bislang schon dem Mannschaftsrat an, der nun von Marc Vucinovic sowie den Torhütern Michael Ratajczak und Leopold Zingerle komplettiert wird. Koen van der Biezen und Marc-André Kruska, die gegen Schalke nicht im Kader gestanden hatten, sind dagegen nicht mehr Mitglieder des Mannschaftsrates. „Das ist für mich natürlich eine ehrenvolle Aufgabe. Ich freue mich, dass ich die Unterstützung der Mannschaft erhalten habe", kommentiert Strohdiek seine Wahl. Zugleich geht der neue Kapitän, der als Zwölfjähriger von der TuRa Elsen zum SCP gewechselt war, mit einem guten Gefühl in die am kommenden Samstag startende Drittliga-Saison. „Wir sind topfit und ich habe ein gutes Gefühl. Aber Gefühle sind das eine. Entscheidend wird sein, dass wir all das, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, nun auch in den Meisterschaftsspielen auf den Platz bringen", betont Strohdiek. Denn dass eine gute Vorbereitung schnell zur Makulatur werden kann, erlebte der SCP-Innenverteidiger zum Beispiel in der Zweitliga-Saison 2007/2008. Unter Chefcoach Holger Fach blieb Paderborn damals in neun Testspielen ungeschlagen. Selbst der spätere Bundesliga-Vizemeister Werder Bremen wurde eindrucksvoll bezwungen. Doch dann musste der SCP quälend lange 14 Spieltage auf den ersten Saisonsieg warten, um am Ende sang- und klanglos in die 3. Liga abzusteigen. Es gibt aber gute Gründe, dass dem SCP diesmal ein ähnlicher Fehlstart erspart bleibt. So wussten die Baumgart-Schützlinge gegen Schalke nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch zu überzeugen. Auf den offensiven Außenbahnen gaben Sven Michel und Christopher Antwi-Adjei mächtig Gas. Mittelfeldregisseur Massih Wassey überzeugte mit klugen Pässen und brandgefährlichen Standards. Und auch Stoßstürmer Dennis Srbeny wusste zu gefallen, wenngleich ihm am Samstag noch der nötige Killer-Instinkt fehlte. Sehenswert war auch das Pressing, das über weite Strecken der Spielzeit 2016/2017 so schmerzlich vermisst worden war. Ein Blick auf die Auswechselbank zeigt zudem, dass der neue Kader auch in der Breite prima aufgestellt ist. Dort fanden sich beispielsweise mit Aykut Soyak, Marcus Piossek, Ben Zolinski und Felix Herzenbruch vier Spieler wieder, die in der Schlussphase der vergangenen Saison zu den Aktivposten gezählt hatten. „Die Vorbereitungsspiele haben gezeigt, dass wir durch Wechsel nicht schwächer werden. Jungs, die reinkommen, können vielmehr noch eine Schippe drauflegen", urteilt Christian Strohdiek. Doch auch der 29-Jährige weiß, dass die Uhren am Samstag auf Null gestellt werden. Dann muss im Gastspiel beim Halleschen FC Zählbares her.

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