SC Paderborn Der Countdown für den SC Paderborn läuft bereits

Testspiel gegen den FC Schalke 04 ist gleichzeitig das Ende der Vorbereitung. Trainer Steffen Baumgart hat vom Grundsatz her seine Stammformation gefunden. Saisonstart ist am Samstag in Halle

Hartmut Kleimann

Paderborn. Nun ist es doch passiert: Im 14. Spiel unter seiner Regie musste Trainer Steffen Baumgart die erste Niederlage seiner Amtszeit in Paderborn unterschreiben. Zwar war es nur ein Testspiel, das seine Elf knapp mit 0:1 gegen Revierklub Schalke 04 verlor, aber dennoch gab der Trainer freimütig zu, „dass ich mich nach jeder Niederlage bescheiden fühle". Gleichzeitig bedeutete das Sparring mit dem zwei Klassen höher spielenden Gelsenkirchenern das Ende der Vorbereitungszeit. „Ab Dienstag geht alles in Blickrichtung Halle", nannte er die Vorgehensweise. Nach dem Test gegen den FC Schalke zeigte sich der Trainer mit den ersten 20 Minuten weniger zufrieden. Für die restliche Spielzeit fiel Baumgarts Bilanz dann positiver aus. „Da haben wir mit mehr Mut gespielt und ein aggressives Anlaufen gezeigt", begründete er sein Urteil. Und die Startelf, die am Samstag vor 8.017 Zuschauern gegen die Knappen begann, „wird zu 80, 90 Prozent auch in Halle auf dem Platz stehen", legte sich der Trainer fest. Vom Grundsatz her habe er seine erste Elf also gefunden, die noch fehlenden Prozentpunkte lässt sich der 45-Jährige für die Tagesform übrig. „Zudem schauen wir auch, was uns in dieser Woche noch im Training angeboten wird. Wir haben nun mal einen breiten Kader, was es bei der Aufstellung schwer macht. Wichtig ist für uns, dass wir Jungs mit Mentalität auf dem Platz haben, weil Fußball können die alle", sprach er die wesentliche Tugend an, die er von seinen Spielern einfordert. Nach einer „intensiven Vorbereitung" sieht Baumgart seinen Kader „auf einem guten Weg". So beschreibt er die gesamte Saison als einen Entwicklungsprozess, in dem es von Spiel zu Spiel besser laufen sollte. Auffällig war, dass im recht üppigen Kader beim letzten Vorbereitungsspiel mit Marc-André Kruska und Koen van der Biezen zwei Routiniers nicht dabei waren. Es mag an den Begründungen des Trainers liegen, dass der eine (Kruska) nach seiner Verletzungsmisere noch einen Trainingsrückstand aufweist und der andere (van der Biezen) angeschlagen nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Beide Routiniers aber gehören auch nicht mehr dem Mannschaftsrat an. Und weil Geschäftsführer Markus Krösche immer wieder betont, dass es durch Abgänge noch Veränderungen im Kader geben könne, liegt der Verdacht nahe, dass es sich dabei um die beiden Spielern handeln kann. Ein weiterer Verlierer der Vorbereitung scheint aktuell Sebastian Schonlau zu sein, den der Trainer vorrangig für die Innenverteidiger-Position vorsieht, der zuletzt aber weder beim Test gegen Viktoria Köln noch in der Partie gegen Schalke 04 zum Einsatz kam. Gegen Schalke spielten Christian Strohdiek und Lukas Boeder durch. Auch Neuzugang Sebastian Wimmer hatte bei seinem Debüt vor einer Woche als Manndecker eine gute Figur gemacht. Zudem hat der Trainer mit Neuzugang Leon Fesser (FC Bayern München II) noch einen Innenverteidiger in der Hinterhand, der sich nach einem Bänderriss noch im Aufbautraining befindet. Ein Lob handelten sich die beiden Youngster Fatih Ufuk und Ron Schallenberg ein, die gegen Schalke zwar ebenfalls nicht zum Einsatz kamen, die aber im Kader standen. „Das war ein Zeichen, dass wir mit ihren Leistungen in der Vorbereitung mehr als zufrieden waren", sagte der Trainer.

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