Begeisterung sieht anders aus: Steffen Baumgart. - © Marc Köppelmann
Begeisterung sieht anders aus: Steffen Baumgart. | © Marc Köppelmann

Paderborn SC Paderborn: Aufarbeitung des Pokalspiels dauert 90 Minuten

Cheftrainer Baumgart beginnt das Training am Mittwoch mit einer gründlichen Video-Analyse. Zeitpunkt des Michel-Comebacks ist noch ungewiss

Werner Schulte

Paderborn. Steffen Baumgart ist an sich in einer komfortablen Ausgangslage. Der neue Trainer des SC Paderborn hat persönlich nichts zu verlieren. Erst am Sonntag als Nachfolger des glücklosen Stefan Emmerling verpflichtet, soll der 45-Jährige den Drittligisten in den noch verbleibenden fünf Saisonspielen aus der Abstiegszone führen. Einen Vorgeschmack auf die Größenordnung seiner neuen Baustelle erhielt der Ex-Profi bereits am Dienstag. Der SCP quälte sich gegen das Regionalliga-Schlusslicht TSG Sprockhövel durchs Halbfinale des Fußball-Westfalenpokals, hatte am Ende Glück, dass Kapitän Tim Sebastian in der Verlängerung zum 2:1-Erfolg traf und den Einzug ins Endspiel (25. Mai) sicherstellte. Wenn sein Team am Samstag in der Benteler-Arena gegen Lotte erneut eine derartige Fehlerkette produziere, "gewinnen wir das Spiel nicht", sagte Baumgart nach dem Schlusspfiff realistisch. Die tags darauf für 10 Uhr anberaumte Trainingseinheit begann zunächst mit einer gründlichen Aufarbeitung der miserablen Mannschaftsleistung vom Vorabend. Die gemeinsame Video-Analyse hinter verschlossenen Türen dauerte rund anderthalb Stunden. Es sei ja nicht alles schlecht gewesen, so der Emmerling-Nachfolger anschließend, "es gab auch gute Aktionen" und an denen müsse man sich jetzt orientieren. Zeit, im Saisonschlussspurt noch etwas Neues aufzubauen, habe er schließlich nicht und deshalb "müssen wir jetzt aus dem, was wir haben, das Beste machen", lautet Baumgarts Philosophie vor dem Showdown dieser Spielzeit. Eine exakte Prognose zum Comeback des Offensivstrategen Sven Michel ("Vielleicht gegen Fortuna Köln") konnte der Coach gestern noch nicht abgeben.

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