Markus Piossek traf zum Ausgleich und war auch sonst ein kleiner Lichtblick in einer enttäuschenden SCP-Elf. - © Marc Köppelmann
Markus Piossek traf zum Ausgleich und war auch sonst ein kleiner Lichtblick in einer enttäuschenden SCP-Elf. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Westfalenpokal: Knapper Sieg für SC Paderborn gegen Sprockhövel

Mannschaft erreicht unter neuem Trainer Steffen Baumgart das Finale

Hartmut Kleimann
Jochem Schulze

Paderborn. Mit Ach und Krach hat sich Fußball-Drittligist SC Paderborn ins Westfalenpokalfinale am 25. Mai gespielt. Am Abend besiegte der SCP im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart den Regionalligisten TSG Sprockhövel mit 2:1 Toren nach Verlängerung. Am zweiten Tag seiner Mission Klassenerhalt setzte der Neue eindeutig auf Erfahrung. Eine spontane Heilung erfuhr der angeschlagene Patient SC Paderborn dadurch nicht wirklich. Dafür gab der Trainer an der Seitenlinie ordentlich Gas, was im mit gerade mal 811 Zuschauern nicht gerade üppig besetzten Stadion gut hörbar war. Für die Zuschauer allemal, die aber das Gefühl haben mussten, dass die Anweisungen bei der Mannschaft ungehört blieben, denn der SCP tat sich schwer. Markus Piossek versuchte es in der 13. Minute, aber sein Schuss war eine sichere Beute von Sprockhövels Keeper Benz. Auf der anderen Seite war der zuletzt von Emmerling nicht mehr berücksichtigte Innenverteidiger Christian Strohdiek in der eigenen Abwehr ein ständiger Unsicherheitsfaktor, der einen Fehler nach dem anderen produzierte. Das blieb zum Glück ohne Folgen. Dennoch jubelten in der 35. Minute die Gäste, als Emre Demir den Regionalligisten nach einem klasse Freistoßtrick aus zwölf Metern in Führung brachte. Der Treffer trug noch mehr zur Verunsicherung der Gastgeber bei, die dann aber mit dem Pausenpfiff doch noch den Ausgleich bejubeln durften, weil Piossek aus 18 Metern ins linke Eck traf. Damit endete die erste Halbzeit unter Coach Baumgart mit noch sehr viel Luft nach oben. Keine Besserung in der zweiten Hälfte Eine Besserung war aber auch im zweiten Abschnitt nicht feststellbar. Paderborn zeigte vorne wenig Durchsetzungskraft und war defensiv immer anfällig. So spielte die TSG mit ganz einfachen Mitteln durchaus auf Augenhöhe: Mit Disziplin und einer guten Raumaufteilung. So blieb die zweite Hälfte ohne Tore und es ging in die Verlängerung. Dort ging dem Regionalliga-Letzten doch merklich die Puste aus. Zuerst scheiterte Koen van der Biezen noch bei einer Großchance (92.), aber in der 102. Minute köpfte Tim Sebastian nach einer Ecke zum 2:1 ein. Fast wäre dem kurz zuvor eingewechselten Marc Vucinovic noch das 3:1 gelungen, aber sein Schuss klatschte an die Querlatte (108.). Der Trainer äußerte sich nach dem Spiel sehr realistisch. „Das Ergebnis ist erfreulich, das Spiel war es nicht. Mit einer Leistung wie heute bestehen wir in der Liga nicht", sagte der Ex-Profi.

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