Die händeringende Suche dauert an: Paderborns Präsident Martin Hornberger muss gleich zwei Aufgaben lösen. - © Marc Köppelmann
Die händeringende Suche dauert an: Paderborns Präsident Martin Hornberger muss gleich zwei Aufgaben lösen. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Besetzung des Manager-Postens hat beim SC Paderborn Priorität

Laut Präsident Hornberger soll erst der sportliche Leiter und anschließend ein neuer Trainer präsentiert werden

Werner Schulte

Paderborn. Die Würfel sind zunächst gefallen. Der SC Paderborn wird im Laufe dieser Woche weder einen neuen Manager noch einen Nachfolger für den entlassenen Cheftrainer René Müller präsentieren. Interimscoach Florian Fulland wird die Mannschaft auch am Samstag beim Gastspiel in Zwickau betreuen. Darüber wurde der 32-Jährige am Montag von Präsident Martin Hornberger offiziell informiert. Wie der aktuelle Klubchef weiterhin mitteilte, sind die Prioritäten inzwischen gesetzt. Demnach wird zuerst ein sportlicher Leiter und anschließend der Trainer verpflichtet oder beide Posten werden gleichzeitig besetzt. In wenigen Tagen erhält Fullands Experimentierfreude also eine zweite Chance. Zuletzt zählte auch Pascal Itter zu den Gewinnern der personellen Rotation. Neben Dino Medjedovic durfte auch der 21-jährige Rechtsverteidiger im Heimspiel gegen Fortuna Köln in der laufenden Drittligasaison erstmals von Beginn an spielen. An den 15 Spieltagen zuvor schlugen lediglich acht Einwechselungen zu Buche, sieben Mal war Itter überhaupt nicht zum Zuge gekommen. Die Erleichterung über die lang ersehnte Beförderung in die Startelf war ihm nach Spielende förmlich anzumerken, auch wenn der bandagierte rechte Oberschenkel ein wenig zwickte und er nach 82 Spielminuten frühzeitig vom Feld musste. Laut Paderborns Teammanager Ole Siegel wurde der Schmerz durch eine Blockade im Rücken verursacht, die inzwischen aber gelöst worden sei. Spätestens am Mittwoch soll Itter wieder ins Training einsteigen und dürfte dann am Samstag erneut gesetzt sein. Den Interimscoach schien er mit seiner Vorstellung jedenfalls vollends überzeugt zu haben. „Pascal hat in der zweiten Halbzeit keinen einzigen Zweikampf verloren", lobte Fulland den Defensivstrategen anschließend. Itter selbst sprach nach dem 1:1-Remis von einem „wirklich guten Spiel der Mannschaft" und war froh, „dass ich meinen Beitrag leisten konnte".

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