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SC Paderborn Fullands Zeit ist noch nicht abgelaufen

Interimstrainer bereitet das Profiteam auch auf das Auswärtsspiel in Zwickau vor

Hartmut Kleimann

Paderborn. Das erste Spiel unter der Regie von Interimscoach Florian Fulland beendete das Drittligateam des SC Paderborn am Samstag mit einem 1:1-Remis gegen Fortuna Köln. Und die Mission Fullands findet eine Fortsetzung, denn sofort nach dem Schlusspfiff beauftragte Präsident Martin Hornberger den 32-Jährigen mit der Aufgabe, die Elf in der kommenden Woche auch auf das Auswärtsspiel beim FSV Zwickau (Samstag, 14 Uhr) vorzubereiten. Das ist ohne Zweifel auch eine Anerkennung, denn Fulland macht einen guten Job und gibt dem Verein so die Gelegenheit, den neuen Trainer mit aller Sorgfalt und in Ruhe aussuchen zu können. Ebenso selbstbewusst wie der bisherige Co-Trainer am vergangenen Dienstag seine erste Trainingseinheit mit den Profis in Eigenverantwortung geleitet hatte, ging er auch den Rest der Woche inklusive Spiel an. "Klar, man ist vor dem Spiel angespannt, aber irgendwann kommst du dann auch in den normalen Rhythmus. Alle beginnen mit der Spielvorbereitung, dann machst du deine Ansprache und dann geht es auch schon los", berichtet er von seinem Debüt. Dabei habe er einfach versucht einen Plan zu entwickeln, "was ich den Jungs für das Spiel mitgeben will." Letztendlich sei es eine gute Mischung aus vielen Faktoren gewesen. "Ich will das alles gar nicht nur an mir festmachen, denn die gesamte Elf hat das 0:6 in Lotte schon geärgert", hatte Fulland bereits am Mittwoch im Training festgestellt, dass das Team schon extrem darauf fokussiert war, "jetzt einfach am Samstag rauszugehen und es besser zu machen. Daran hatten sicher alle ihren Anteil", so Fulland. "Da war definitiv eine andere Mannschaft auf dem Platz", sagte der verletzte Innenverteidiger Christian Strohdiek zur Leistung. Robin Krauße, der von Beginn an auf der Sechserposition auflaufen durfte, sprach von "einem deutlichen Unterschied und einer ordentlichen Leistung." Der Trainer habe die Elf gut vorbereitet und er hat uns "in vielen Einzelgesprächen Mut zugesprochen." Thomas Bertels legte in seiner Spielanalyse Wert auf die Feststellung, dass "Fulland schon seine eigenen Idee hat. Die hat er auch eingebracht, was ja auch an der Aufstellung abzulesen war", meinte der Außenverteidiger, der sich am Ende doch ein wenig über das Remis ärgerte. "Wir waren dem Sieg näher als Köln", sprach er die gute zweite Halbzeit an. Die erlebte Fulland an der Seitenlinie wie alle anderen Spiele in seiner bisherigen Trainerkarriere auch. "Ich war sehr auf das Spiel fokussiert, denn unter dem Strich geht es immer nur um drei Punkte, egal in welcher Liga die Mannschaft spielt, die man gerade trainiert. Die freuen sich ja in der 1. Liga nicht mehr über einen Sieg, nur weil es die 1. Liga ist", stellt Fulland klar. So geht die Mission Fulland beim SCP weiter. "Ich habe mich irgendwann dazu entschieden, Fußballtrainer zu werden. Ich freue mich aktuell darüber, diesen Job im Moment auf einem relativ hohen Niveau bei meinem Verein praktizieren zu dürfen." Bis der neue Mann gefunden ist.

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