Paderborns Dedic freut sich über einen seiner Treffer. - © Marc Köppelmann
Paderborns Dedic freut sich über einen seiner Treffer. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Debütant Dedic begeistert mit Doppelschlag gegen die Chemnitzer

Nach der Pause ging die Post ab / Der SCP hat jetzt zwölf Punkte auf dem Konto

Werner Schulte

Paderborn. Das Dutzend ist voll. Am achten Drittligaspieltag gewann der SC Paderborn das Heimspiel gegen den Chemnitzer FC mit 4:2 (0:1) und hat jetzt zwölf Punkte auf dem Konto. Mutig nach vorn hieß die taktische Devise beim SCP. Erstmals in der laufenden Saison hatte Cheftrainer René Müller zwei Spitzen in die Startelf gestellt. Neben dem etatmäßigen Angreifer Koen van der Biezen stürmte Zlatko Dedic erstmals von Beginn an. Schon vor dem Anstoß hatte der Coach diese Personalie zwar in Erwägung gezogen, ohne sie allerdings frühzeitig bestätigen zu wollen. Ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Nach einem Foul an Dedic scheiterte Christian Bickel per Distanzfreistoß an der Lattenunterkante des Gäste-Gehäuses (10.). Im Nachsetzen verpasste Thomas Bertels, bevor CFC-Kapitän Kevon Conrad die Situation bereinigte. Anschließend wurde der einschussbereite Dedic gleich von drei Chemnitzer Abwehrspielern geblockt (26.), die Platzherren, denen die letzte Konsequenz im Abschluss allerdings fehlte, wirkten zu diesem Zeitpunkt ein Quäntchen gefährlicher. Fünf Zeigerumdrehungen später prallte eine an sich ungefährlich flache Hereingabe von Anton Fink, für die sich in der SCP-Abwehr niemand so recht zuständig fühlte, an den langen Pfosten. Ob verdient oder nicht, drei Minuten vor dem Seitenwechsel hatten die rund 200 mitgereisten Fans der Sachsen jedoch Grund zum Feiern. Paderborns Innenverteidiger Christian Strohdiek ließ Florian Hausch entwischen, der den Himmelblauen prompt die 1:0-Pausenführung bescherte. Nach Wiederbeginn sahen die 4.203 Zuschauer in der Benteler-Arena indes forsche Platzherren, die anschließend im Minutentakt belohnt wurden. Erst bugsierte der von Sebastian Schonlau bedrängte Conrad eine Freistoßflanke von Bickel zum Ausgleich ins eigene Tor (47.), danach schlug die Stunde des Debütanten Dedic, der den SC Paderborn mit einem Doppelschlag 3:1 in Führung brachte (56.,59.). Auch nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Tim Danneberg (68.) hatte Sven Michel schließlich die passende Antwort (68.). Zwei Minuten später hielt SCP-Schlussmann Kruse den 4:2-Sieg mit einer Glanzparade gegen Raphael Dem endgültig fest. Lesen Sie das Spiel im Live-Ticker von Mark Heinemann nach:

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