Der SC Paderborn tritt in Wiesbaden an. - © Lena Wistuba
Der SC Paderborn tritt in Wiesbaden an. | © Lena Wistuba

SC Paderborn SC Paderborn gewinnt in Wiesbaden 2:1

Der Liveticker zum Nachlesen

Frank Beineke

Paderborn. Die Fußballer des SC Paderborn mussten zuletzt extrem harte Nackenschläge einstecken. Zunächst setzte es durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit eine 1:2-Pleite im Drittliga-Heimspiel gegen Werder Bremen II. Dann gewann Zweitligist SV Sandhausen im DFB-Pokal durch einen Last-Minute-Treffer ebenfalls mit 2:1 in der Benteler-Arena. Am Samstag aber drehte der SCP zur Abwechslung einfach mal den Spieß um: Mit seinem Tor in der 89. Minute stellte Sven Michel den verdienten Paderborner 2:1 (1:0)-Sieg beim SV Wehen-Wiesbaden sicher."Wir haben uns heute endlich mal belohnt. Die Erleichterung ist sehr, sehr groß", erklärte SCP-Innenverteidiger Christian Strohdiek nach der erfolgreichen Hitzeschlacht im Hessenland. Eben jener Strohdiek hatte die Gäste in der 28. Minute per Kopf in Führung gebracht. Und eigentlich hätte Paderborns Cheftrainer René Müller einen recht entspannten Nachmittag erleben können. Doch seine Mannschaft ließ vor den nur 1.924 Zuschauern in der Wiesbadener Brita-Arena selbst allerbeste Einschussmöglichkeiten liegen.So hätte Sven Michel den SCP schon nach 30 Sekunden in Führung bringen müssen, doch er scheiterte an Wehens Torwart Markus Kolke. Fahrlässiger Umgang Es war das erste von fünf Eins-gegen-Eins-Duellen, die sich Paderborner Spieler mit Kolke lieferten. Und der SVWW-Keeper sollte wiederum gegen Michel (24.) sowie gegen Zolinski (51.), Bertels (54.) und van der Biezen (61.) ebenfalls die Oberhand behalten. "Da hätten wir den Deckel draufmachen müssen", monierte Coach Müller den fahrlässigen Umgang mit hundertprozentigen Chancen. Um ein Haar hätte sich der SCP einmal mehr um den Lohn der diesmal besonders harten Arbeit gebracht. Denn in der 74. Minute pfiff Schiedsrichter Alexander Sather nach einem angeblichen Foul von Strohdiek an David Blacha Elfmeter. "Ein absolutes Rätsel", kommentierte der SCP-Verteidiger die Entscheidung. Steven Ruprecht ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und netzte zum 1:1 ein. Erinnerungen an die letzten beiden Spiele wurden wach. Und Wehen-Wiesbaden war bei seiner Schlussoffensive auch brandgefährlich. Doch Glücksgöttin Fortuna war diesmal auf Paderborner Seite. Sebastian Schonlau schlug gegen weit aufgerückte Hausherren einen langen Ball auf Sven Michel. Dieser setzte sich endlich einmal gegen Keeper Markus Kolke durch, um zum viel umjubelten 1:2-Endstand (89.) einzunetzen. Der zweite Saisonsieg war unter Dach und Fach. Und der SC Paderborn geht mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause. Alles zum Spiel lesen Sie in unserem Liveticker:

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