Gutes Verhältnis: Das pflegen Abwehrspieler Thomas Bertels (r.) und Trainer Stefan Effenberg (l.). - © Marc Köppelmann
Gutes Verhältnis: Das pflegen Abwehrspieler Thomas Bertels (r.) und Trainer Stefan Effenberg (l.). | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Team des SC Paderborn begrüßt das Ende der Trainerdiskussion

Effenberg-Schützlinge auch im Heimspiel gegen Tabellenführer Rasenballsport 
Leipzig am Freitag in der Rolle des Außenseiters

Hartmut Kleimann

Paderborn. Wenn es nach dem Willen und den Aussagen von Paderborns Präsident Wilfried Finke geht, dann ist die Trainerdiskussion beim Fußball-Zweitligisten ab sofort zu den Akten gelegt. Bleibt noch das leidige Thema Abstiegskampf, das die Verantwortlichen der Ostwestfalen auch am liebsten im Schnelldurchlauf abhaken würden, was sich aber angesichts der Tabellensituation nicht ganz so einfach darstellt. Zumindest ist jetzt erst einmal rund um die Person Stefan Effenberg Ruhe eingekehrt, was ja bei den dringlichen Bemühungen in Sachen Ligaverbleib auch nicht die schlechteste Konstellation ist. „Das ist die richtige Entscheidung, auch weil die Trainerdiskussion innerhalb der Mannschaft nie ein Thema war", stellt Defensivspieler Thomas Bertels noch einmal deutlich heraus. Auch das jüngste Spiel in Bielefeld habe gezeigt, dass „das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intakt ist". So sieht es auch Effenberg selbst, der im Vorfeld des Freitagspiels gegen Spitzenreiter Rasenballsport Leipzig (18.30 Uhr, Benteler-Arena) freimütig zugibt, dass der Treueschwur des Präsidenten der Mannschaft und auch ihm persönlich gut tue. Viel wichtiger aber sei es nun, dass sich „das gute Gefühl und die Sicherheit auch in den Ergebnissen widerspiegelt". Gegen den Tabellenführer aus Sachsen ist der SC Paderborn ganz selbstverständlich in der Außenseiterrolle. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns gegen einen Gegner, der in ein paar Wochen nicht mehr in dieser Liga spielen wird", ist Effenberg nicht nur vom Aufstieg der Roten Bullen überzeugt, sondern auch von der Spielweise des Gegners beeindruckt. „Leipzig übt ein enormes Pressing aus, schiebt sehr weit raus und setzt dadurch den Gegner enorm unter Druck", beschreibt der 47-Jährige die Marschroute der Elf von Trainer Ralf Rangnick. Dazu besitze Leipzig auch Spieler von einer individuellen Klasse, die auch allein Spiele entscheiden könnten. Unabhängig davon aber geht er mit seinem Team die Aufgabe selbstbewusst an. „Wir haben in Bielefeld gut gespielt und wollen da weitermachen", strebt der Paderborner Trainer nach dem ersten Punktgewinn im neuen Jahr nun den nächsten Schritt an, „zumal wir zu Hause Spiele immer gewinnen wollen", stellt er klar. Gegenüber dem jüngsten Auftritt auf der Bielefelder Alm wird es in der Startelf der Paderstädter keine gravierenden Umstellungen geben. „Wenn alle gesund bleiben, werden wir auch am Freitag gegen Leipzig in einer ähnlichen Konstellation spielen", kündigt der Trainer an, wobei Effenberg natürlich auch immer den Gegner im Fokus hat. „Es kommt immer darauf an, was der anbietet", schließt er aber auch zukünftig Änderungen nie völlig aus. Die betreffen aktuell aber nicht die angeschlagenen Akteure Marvin Bakalorz und Robin Krauße, die am Mittwoch Nachmittag wieder ins Teamtraining eingestiegen sind und somit für Freitag eine Option darstellen.

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