Der Kapitän zeigt es an: Marvin Bakalorz strebt mit seinem Team wieder höhere Tabellenregionen an. - © Marc Köppelmann
Der Kapitän zeigt es an: Marvin Bakalorz strebt mit seinem Team wieder höhere Tabellenregionen an. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Paderborns Kapitän Marvin Bakalorz will zurück in höhere Tabellenregionen

Der 26-Jährige sieht sich durch das 0:6 im Hinspiel gegen Sandhausen in seiner Ehre verletzt

Hartmut Kleimann

Paderborn. Der SC Paderborn präsentiert sich zwei Tage vor dem Start in das Restprogramm der 2. Fußball-Bundesliga als Einheit. So hat sich Cheftrainer Stefan Effenberg zur Pressekonferenz vor dem 2016er-Auftakt beim SV Sandhausen (Freitag, 18.30 Uhr) gleich mal seinen Kapitän Marvin Bakalorz mitgebracht. Alle sprechen in der aktuell nicht so einfachen Situation mit einer Sprache. Was nach einer mageren Hinrunde und einer zumindest in der Außenwirkung nicht so optimalen Vorbereitung auch ein wenig wie gegenseitiges Mutmachen klingt. „Alle freuen sich, dass es endlich wieder los geht", wohl wissend, dass der alte Ausspruch von Alfred Preißler immer noch greift. „Entscheidend is auf’m Platz". Dabei hat Bakalorz das Hinspiel noch recht präsent in seinem Hinterkopf. „Das war schon ein Spiel, das einen als Spieler an der Ehre kratzt", meint er zum mehr als enttäuschenden 0:6 in der Benteler-Arena. Sechs Stück zu Hause zu kassieren, das gefalle keinem Spieler. „Da hat es uns an Biss und Leidenschaft gefehlt", erinnert er sich, – wenn auch ungern. Gleichzeitig wolle die Mannschaft aber jetzt dieses absolute Negativbeispiel nutzen, um es anders, um es besser zu machen. „Wir werden Leidenschaft zeigen und alles reinhauen. Und statt sechs Tore zu kassieren, wollen wir mit drei Punkten nach Hause fahren", lautet die Kampfansage des Kapitäns. Effenberg: "Proschwitz hätte sich entschuldigen sollen" Effenberg verweist seinerseits noch einmal darauf, gut vorbereitet ins neue Jahr zu gehen, „weil wir zum Glück auch eine verletzungsfreie Vorbereitung hatten. Die Stimmung im Team ist gut und so sollte es auch nach dem Spiel sein", setzt auch der 47-Jährige auf einen erfolgreichen Auftakt. Zuversicht nimmt er dabei aus dem letzten, guten Test gegen Fortuna Düsseldorf (1:1). „Das war unter schwierigen Bedingungen von der Spielanlage her gut", bewertet er noch einmal die 90 Minuten im Dauerregen. Und die dabei zum Einsatz gekommene Elf sei schon sehr nah dran an der Startformation von Freitag. In der spielen allerdings die beiden jüngsten Neuzugänge noch keine Rolle. „Ich wünsche mir natürlich, dass es schnell geht und wir die Jungs bald auf das Niveau der Mannschaft bringen, aber das benötigt ein bisschen Zeit", sagte Effenberg. So ist der dänische Offensivspieler Nicklas Helenius am gestrigen Mittwoch ins Teamtraining eingestiegen, Robin Krauße schon am Montag. „Beide wurden gut aufgenommen", freut sich der Trainer, der am Ende auch noch einen Satz für den gefeuerten Proschwitz übrig hat. Der hatte sich in einem Interview darüber beklagt, dass der Trainer sich nicht von ihm verabschiedet habe. Dazu Effenberg: „Vielleicht hätte er erst mal den Schritt machen sollen, sich bei mir zu entschuldigen."

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