Meisterjubel im Doppelpack: Die PSC-Damenmannschaft um (vorne v. l.) Teammanager Matthias Wolff, Christine van Rossum, Annika Wiese, Milou van der Heijden, Birte Paschke, Franziska Hennes, Sina Kandra und Ineta Mackevica holte in Böblingen den vierten DM-Titel in Folge. Für das Herrenteam um (hinten v. l.) Cederic Lenz, Physiotherapeut Guido Krüger, Lennart Osthoff, Sponsor Ralph-Jörg Wezorke, Nicolas Müller, Tobias Weggen, Geschäftsführer Norman Farthing, Simon Rösner, Raphael Kandra, Lucas Wirths, Friedel Scheel und Präsident Andreas Preising war es sogar der fünfte Triumph in Serie. - © Steve Cubbins
Meisterjubel im Doppelpack: Die PSC-Damenmannschaft um (vorne v. l.) Teammanager Matthias Wolff, Christine van Rossum, Annika Wiese, Milou van der Heijden, Birte Paschke, Franziska Hennes, Sina Kandra und Ineta Mackevica holte in Böblingen den vierten DM-Titel in Folge. Für das Herrenteam um (hinten v. l.) Cederic Lenz, Physiotherapeut Guido Krüger, Lennart Osthoff, Sponsor Ralph-Jörg Wezorke, Nicolas Müller, Tobias Weggen, Geschäftsführer Norman Farthing, Simon Rösner, Raphael Kandra, Lucas Wirths, Friedel Scheel und Präsident Andreas Preising war es sogar der fünfte Triumph in Serie. | © Steve Cubbins

Paderborn Deutsche Mannschafts-Meisterschaft im Squash

Paderborner SC setzt bei der Bundesliga-Endrunde in Böblingen seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Nun stehen Entscheidungen hinter den Kulissen an. So wird ein Nachfolger für Norman Farthing gesucht

Frank Beineke

Paderborn. Seit 2002 hat sich der Paderborner Squash Club stets für die "European Club Championships" qualifiziert. Und diese Erfolgsserie wird sich auch im September 2018 beim Europapokal-Turnier in Eindhoven fortsetzen. Denn bei der Bundesliga-Endrunde in Böblingen verteidigten sowohl die Herren als auch die Damen des PSC am Freitag ihre Titel (wir berichteten). Insgesamt hat Europas erfolgreichster Squashverein damit nun stolze 20 deutsche Mannschaftsmeisterschaften eingeheimst - 14 bei den Herren, sechs bei den Damen. Doch auch für die erfolgsverwöhnten Paderborner sind diese Titel keine Selbstverständlichkeit. Denn gerade im Herrenbereich hat die Konkurrenz vor allem in den vergangenen beiden Jahren viel versucht, um die Asse aus dem Ahorn-Squash zu entthronen. "Unser jüngster Sieg in Böblingen ist besonders wertvoll. Denn das Finale gegen Stuttgart war sicher eines der härtesten Endspiele unserer Vereinsgeschichte", bilanziert PSC-Präsident Andreas Preising. Dessen Team hatte gegen Gastgeber Sport-Insel Stuttgart lediglich nach Sätzen hauchdünn mit 7:6 die Oberhand behalten. "Die Gegner wollen uns schlagen und rechnen sich immer wieder Chancen aus. Aber am Ende haben wir trotzdem die passenden Antworten", betont Preising. So ließen sich die PSC-Herren um Spitzenspieler Simon Rösner auch von der hitzigen Atmosphäre im ausverkauften Böblinger Squash-Center und umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen nicht aus der Ruhe bringen. Und angesichts der Tatsache, dass Paderborn auf seine ausländischen "Waffen" wie Ali Farag (Ägypten), Abdullah Almezayen (Kuwait) und Dimitri Steinmann (Schweiz) verzichten musste und dennoch den fünften Herren-Titel in Folge holte, kann der Konkurrenz durchaus Angst und Bange werden. Immerhin: Auf deutsche Neuverpflichtungen wird der PSC wohl verzichten. "Wir planen keine großartigen Aktivitäten auf dem Transfermarkt. Wir holen vielleicht höchstens ein, zwei Ausländer mit Perspektive", erklärt Preising. Mit Spielern wie Viktor Byrtus (Tschechien) und Thijs Roukens (Niederlande) hat der PSC bereits solche Toptalente in seinen Reihen, die künftig auch für die erste Mannschaft wichtig werden könnte. Mit Ineta Mackevica (Lettland) und Nicolas Müller (Schweiz) sorgten in Böblingen zudem zwei ausländische Akteure in den Finalspielen für die entscheidenden Punkte. Beide trainieren regelmäßig in der Gruppe von PSC-Chefcoach Ronny Vlassaks und haben einen Wohnsitz in Paderborn. Mit eben jenen Ronny Vlassaks möchte der Verein nun möglichst den auslaufenden Vertrag verlängern. Eine weitere Schlüsselfigur wird dagegen am Jahresende verabschiedet: Norman Farthing wird dann im zarten Alter von 72 Jahren sein Geschäftsführer-Amt niederlegen. Die Stelle soll in Kürze ausgeschrieben werden. "Wir wollen Norman aber weiter an den Verein binden", betont Preising und fügt an: "Er ist topfit und unschlagbar, was internationale Kontakte betrifft." Das ECC-Turnier in Eindhoven aber werden Farthings letzte Titelkämpfe als Geschäftsführer - und dann hofft der rührige PSC-Teammanager auf den neunten Europapokal-Triumph seiner einmaligen Funktionärskarriere.

realisiert durch evolver group