Teamarbeit: Dorian Lübbers (l. vorne) an der Spitze des Feldes bei der Rhodos-Rundfahrt 2018. Als Helfer von Spitzenfahrer Joshua Huppertz verdiente er sich Bestnoten. - © Nassos Triantafyllou
Teamarbeit: Dorian Lübbers (l. vorne) an der Spitze des Feldes bei der Rhodos-Rundfahrt 2018. Als Helfer von Spitzenfahrer Joshua Huppertz verdiente er sich Bestnoten. | © Nassos Triantafyllou

Paderborn Radsportler Dorian Lübbers verdient sich Bestnoten

Beim ersten Auftritt mit seinem neuen Team Lotto Kern Haus macht der Herbramer bei der Rhodos-Rundfahrt trotz einer mäßigen Vorbereitung einen super Job

Hartmut Kleimann

Paderborn. Das war ohne Zweifel ein Start von Null auf Hundert. Am vergangenen Wochenende absolvierte Radsportler Dorian Lübbers seine ersten Rennkilometer im neuen Jahr und dann gleich mit seinem neuen Team Lotto Kern Haus die Rhodos-Rundfahrt 2018. Denn die Winterpause und die anschließende Vorbereitung waren bei Lübbers alles andere als perfekt und zufriedenstellend verlaufen. Zuerst brachte ihn eine Grippe aus dem Rhythmus, dann verpasste er wegen anstehender, schulischer Prüfungen nicht nur die Auftaktrennen der neuen Saison, sondern auch das mehrtägige Trainingslager seiner neuen Mannschaft auf der Radinsel Mallorca. Und dann zwickte beim heimischen Training in Eigenregie angesichts arktischer Temperaturen auch noch das Knie. So reiste der 21-Jährige mit gemischten Gefühlen und nicht allzu großen Erwartungen in den Süden. "Denn es macht schon etwas aus, wenn man noch keine Rennkilometer in den Beinen hat", weiß er aus Erfahrung. So wollte er die vierteilige Rundfahrt "mehr so zum Einrollen" nutzen, um seine Form so nach und nach der seiner Teamkollegen anzupassen und um für die dann folgenden Teamaufgaben gerüstet zu sein. "Aber Joshi ist schon in einer hervorragenden Verfassung und dadurch sind wir doch erheblich in Zugzwang geraten", meint er seinen Teamkollegen Joshua Huppertz. Der belegte nämlich einen dritten und zwei zweite Plätze und trug zwischenzeitlich nicht nur das Grüne Trikot des Bergbesten, sondern auch das Gelbe Trikot des Führenden. "Dabei hat auch Dorian einen super Job gemacht. Er hat sich an allen Tagen perfekt ins Team integriert und er kann nach dieser Rundfahrt stolz sein auf sich", heimste sich Lübbers angesichts seiner Vorgeschichte bei Teamchef Florian Monreal ein dickes Lob ein. "Dafür das Dorian bei der viertägigen Tour in der Provence und auch beim Trainingslager nicht dabei war, hat er sich bestens verkauft", sagte der weiter. Dorian werde jetzt weiter aufgebaut, wobei das Team auch stets darauf achte, dass bei den Fahrern der Sport mit den schulischen Leistungen und Pflichten "stets in einen Einklang gebracht werden." Nach ein paar Tagen Ruhe folgt für Dorian höchstwahrscheinlich am 25. März das nächste Rennen in Düren, dann steht am Ostersamstag in Holland die Volta Limburg auf dem Plan.

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