Rückkehrer aus Altenbeken: Tobias Tillmann spielt wieder für Schloß Neuhaus. - © Rouven Theiss
Rückkehrer aus Altenbeken: Tobias Tillmann spielt wieder für Schloß Neuhaus. | © Rouven Theiss

Kreis Paderborn Zwischenbilanz in der Handball-Bezirksliga

Umschau: Herren des TSV Schloß Neuhaus können noch Meister werden. Auch die junge Mannschaft der HSG Paderborn-Elsen befindet sich im Aufwind. Einzig Altenbeken-Buke II bereitet Sorgen. Altenbekens Frauen sind schon so gut wie abgestiegen

Rouven Theiß

Kreis Paderborn. Sie hatten sich einen gesicherten "Mittelfeldplatz mit Tendenz nach oben" (O-Ton Trainer Michael Steffan) vorgenommen. Nach 18 von 26 Spieltagen in der Handball-Bezirksliga mischen die Herren des TSV Schloß Neuhaus aber nun doch ganz vorne mit. Platz zwei, 28:8 Punkte - und damit drei Zähler Rückstand auf Primus TSV Oerlinghausen - stehen zu Buche. Da könnte sogar noch mehr gehen, denn nach dem 21:21 zwischen Oerlinghausen und Neuhaus im Hinspiel bräuchten die Neuhäuser am 18. März in heimischer Halle einen Sieg - und müssten dann auf einen weiteren Ausrutscher des Spitzenreiters hoffen. Apropos Ausrutscher: Zwei des TSV gegen Schlangen (Dritter) und Lage (Achter) sind besonders ärgerlich. Das sieht auch Trainer Michael Steffan so: "Wir spielen eine ganz ordentliche Saison, die zwei verlorenen Spiele gegen schwache Gegner waren aber absolut vermeidbar. Leider hatten wir bei beiden Partien nur acht Mann dabei. Das Top-Spiel gegen Oerlinghausen wollen wir gewinnen, um noch mal Druck zu machen. Sollten wir am Ende nicht aufsteigen, wäre das aber kein Beinbruch, da Derbys in der Bezirksliga auch viel Spaß machen." Einen ganz starken Lauf hat derzeit die HSG Paderborn/Elsen. Die Mannschaft um Coach Ralf Bohnenkamp fing sich nach einem 4:8-Punkte-Start, fuhr 18:6 Zähler in Reihe ein und hat sich damit bis auf Platz vier vorgekämpft. Die Zielsetzung des Trainers ("Es gilt, eine sehr junge Mannschaft aufzubauen, die sich finden und in nächster Zeit festigen sollte.") scheint somit absolut aufzugehen. Ebenfalls sehr solide tritt Aufsteiger HSG Augustdorf/Hövelhof II (Rang sechs, 20:16 Punkte) auf. Vor allen Dingen zwischen November und Anfang Februar war die Mannschaft aus der Senne nicht zu schlagen und hat in diesem Zeitraum sechs Siege eingefahren. Vier anschließende Niederlagen verhinderten allerdings eine noch bessere Platzierung. Das einzige Herren-Team aus dem Kreis Paderborn mit Abstiegssorgen ist aktuell die HSG Altenbeken/Buke II, die als 13. mit 12:24 Punkten tief im Tabellenkeller festsitzt. Verloren ist für die HSG-Reserve zwar noch nichts, da mit Blomberg der Siebte nur vier Zähler Vorsprung aufweist. Der Klassenerhalt dürfte allerdings ein hartes Stück Arbeit werden. Gründe sind die eklatante Auswärtsschwäche mit nur drei Punkten in der Fremde und das sehr harte Restprogramm. Frauen-Bezirksliga: Völlig sorgenfrei gestaltet sich die Spielzeit der Frauen der HSG Paderborn/Elsen. Mit 20:10 Punkten ist die HSG derzeit zwar zwei Zähler hinter dem Dritten aus Blomberg - und damit ihrem Saisonziel -, angesichts der Tatsache, dass die Liga aber von den Landesliga-Absteigern Hillentrup (Rang eins, 30:0) und Schlangen (Zweiter, 26:4) dominiert wird, war ohnehin nur eine Platzierung hinter diesem Duo realistisch. "Das ist richtig, wir wollen hinter Hillentrup, wo wir übrigens ein sehr gutes Spiel gemacht haben, und Schlangen auf Platz drei landen, sind mit 2:6 Punkten aber leider schwach gestartet, haben uns mit fünf Siegen hintereinander dann aber stabilisiert", sagt Trainer Günter Ballat und unterstreicht: "Die neue Bezirksliga ist für uns nicht von Vorteil, da der Sprung zur Landesliga sehr groß ist. Insgesamt müssen wir in der Breite stabiler werden und lassen uns von Deckungsumstellungen sowie beim Ausfall bestimmter Stammspieler noch zu schnell aus dem Konzept bringen." Den Klassenerhalt bereits so gut wie sicher hat der TSV Schloß Neuhaus, der sich mit 13:17 Punkten auf Rang acht - und damit zwar im unteren, aber relativ gesicherten Mittelfeld befindet. Nicht mehr zu retten ist wohl die HSG Altenbeken/Buke, die noch keinen Zähler auf der Habenseite hat, aber ein sattes Minus von 202 Treffern aufweist und damit weit von der ausgegebenen Marschroute von Trainer Jens Pothmann ("Ich denke, ein Platz im unteren Mittelfeld ist realistisch.") entfernt ist.

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