Ausdauerstark: Lena-Marie Precht ist eine Bank auf den langen Strecken. Bei ihren vier Starts in der 2. Bundesliga in Gelsenkirchen sammelte sie eifrig Punkte für den 1. PSV. Vor allem über 800 Meter glänzte die Studentin. - © Ulrich Kramer
Ausdauerstark: Lena-Marie Precht ist eine Bank auf den langen Strecken. Bei ihren vier Starts in der 2. Bundesliga in Gelsenkirchen sammelte sie eifrig Punkte für den 1. PSV. Vor allem über 800 Meter glänzte die Studentin. | © Ulrich Kramer

Paderborn Paderborns Schwimmerinnen schaffen Zweitliga-Klassenerhalt

Junges Damen-Team des 1. Paderborner SV sichert in Gelsenkirchen die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga. Marie Brockhaus und Lena-Marie Precht sind die eifrigsten Punktesammler

Ulrich Kramer

Paderborn. Der VfL Gladbeck als Sieger, die Startgemeinschaft Bayer Wuppertal und die SG Ruhr machten bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen in der 2. Bundesliga West das Rennen um die Plätze eins bis drei erwartungsgemäß unter sich aus. Das junge Damen-Team des 1. Paderborner SV landete bei den Wettkämpfen im Gelsenkirchener Zentralbad mit 15.066 Punkten und einem Vorsprung von 195 Zählern vor den Konkurrentinnen der Wasserfreunde Bielefeld auf Platz acht der zwölf Mannschaften und sicherte so den Klassenerhalt in der 2. Liga. PSV-Cheftrainerin Ute Lenz hatte somit - wenngleich selbst durch eine Erkältung beeinträchtigt - erneut gute Arbeit abgeliefert und zusammen mit der Mannschaft um die beiden erfolgreichsten Punktesammlerinnen Marie Brockhaus (2.773 Punkte) und Lena-Marie Precht (2.696) für ein weiteres Jahr dafür gesorgt, dass die Paderborner Schwimmer das Wort "Bundesligist" auf dem Kopfbogen tragen dürfen. Brockhaus und Precht haben Erstliga-Niveau Bei vier Starts innerhalb zweier Veranstaltungsabschnitte eines einzigen Wettkampftages überzeugte Marie Brockhaus mit Resultaten, die dicht an ihren jeweiligen Bestzeiten lagen. Mit 2:13,78 Minuten über 200 Meter Rücken erzielte sie dabei das punkt-höchste Ergebnis. Überra-schend stark waren auch die für sie ungewohnten 400 Meter Lagen, die sie in 4:57,13 Minuten zurücklegte. Bei Lena-Marie Precht verdienen die 800 Meter Freistil (8:57,48 Minuten) besondere Erwähnung, ebenso wie die 200 Meter Freistil, die die Studentin in guten 2:04,55 Minuten beendete. Alle Leistungen dieser beiden Athletinnen hatten durch die Bank Erstliga-Niveau. Nicht weit davon entfernt sammelte auch Leoni Cramer fleißig die so wichtigen Punkte, die unter dem Strich für den Klassenerhalt absolut unverzichtbar waren. Obwohl sie aktuell im Rahmen ihres Sportstudiums sehr angespannt ist, stellte sich Cramer mit vier Starts in Gelsenkirchen in den Dienst der Mannschaft. Guten Zeiten über 100 Meter und 200 Meter Brust ließ sie ein Topergebnis über 100 Meter Freistil folgen: Mit ihrem Ergebnis von 1:00,30 Minuten blieb Carmer dabei nur einen Hauch über der Ein-Minuten-Schallgrenze. Ihre Vereinskollegin Pia Lück, die ebenfalls wegen ihrer Berufsausbildung mit Einschränkungen im Trainingsumfang leben muss, sammelte bei ihren vier Rennen annähernd 2.300 Punkte. Das wohl beste Ergebnis präsentierte die angehende Physiotherapeutin mit 27,62 Sekunden im Sprint über 50 Meter Freistil. Knapp jenseits der 2.000-Punkte-Marke landete Marlene Pape. Die 15-jährige Schülerin legte über 800 Meter Freistil ein beherztes Rennen hin und schlug zur Freude ihrer Trainerin in guten 9:48,35 Minuten an. Gewohnt zuverlässig zeigte sie sich auf den beiden Rückenstrecken über 100 und 200 Meter sowie über 400 Meter Freistil. Hannah-Marie Flüter (18), die auf den kurzen Freistildistanzen zu Hause ist, hatte ihr bestes Ergebnis mit 1:01,14 Minuten über 100 Meter. Charlotte Borghoff, Tamara Salay, Hannah Pape und Sina Wille, alle aus dem Jahrgang 2003, waren die jüngsten in der ohnehin sehr jungen Mannschaft des 1. Paderborner SV. Sie wurden auf ihren jeweiligen Spezialstrecken eingesetzt und schlossen damit die Lücken, die die gestandenen Schwimmerinnen aufgrund der vorgegebenen Beschränkung auf maximal vier Starts hinterließen. Doch trotz individuell guter Leistungen waren sie allein schon aufgrund ihres Alters nicht in der Lage, im direkten Vergleich mit den Assen aus den Startgemeinschaften etwas zu holen. Aber ihnen gehört die Zukunft. Und so will der PSV auch im nächsten Jahren in der 2. Damen- Bundesliga ein Wörtchen mitreden. Alle Ergebnisse unter www.paderborner-sv.de

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