Ehre, wem Ehre gebührt: (v. l.) Springreiter Andreas Kreuzer, der die Laudatio hielt, Preisträger Ulrich Stedefeder und dessen Lebensgefährtin Elke Sabass. - © Angela Merwitz
Ehre, wem Ehre gebührt: (v. l.) Springreiter Andreas Kreuzer, der die Laudatio hielt, Preisträger Ulrich Stedefeder und dessen Lebensgefährtin Elke Sabass. | © Angela Merwitz

Schlangen/Warendorf Hohe Auszeichnung für Parcoursbauer Ulrich Stedefeder

Reitsport: Der 53-Jährige erhält für sein Charity-Turnier einen renommierten Preis

Norbert Herbst

Schlangen/Warendorf. Hohe Ehrung für den Schlänger Landschaftsgärtner und Parcoursbauer Ulrich Stedefeder. Aus den Händen des ehemaligen Ausbildungschefs der Warendorfer Reiterzentrale, Christoph Hess, erhielt der 53-Jährige im Warendorfer Sophiensaal vor 180 geladenen Gästen den von den Persönlichen Mitgliedern (PM) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (Federation National, FN) gestifteten Award für engagierte Menschen und Initiativen im Pferdesport 2017. "Das macht mich stolz", freute sich Stedefeder, "doch eigentlich gehört der Preis meiner Lebensgefährtin Elke Sabass und den 250 Helfern, die mit vollem Einsatz für den Erfolg der Veranstaltung gesorgt haben", relativierte Stedefeder. Mit der besagten Veranstaltung meinte der selbstständige Gärtnermeister das dreitägige Charity-Reitturnier, das im August in Schlangen stattgefunden hatte (wir berichteten). Allein am letzten Tag der von Stedefeder initiierten Wohltätigkeitsveranstaltung waren 5.000 Zuschauer anwesend. Es war ein Highlight in der Schlänger Sportgeschichte. Der 53-Jährige, der lange selber gegen den Krebs angekämpft hat, organisierte das Turnier in seiner Heimatstadt zugunsten Krebskranker. Unter dem Motto "Ein Dorf macht mit" stellte Stedefeder gemeinsam mit seinen lippischen Mitbürgern auf dem Gelände der "Fahrer- und Kutschenfreunde Teutoburger Wald" ein Turnier auf die Beine, das eine bunte, vielfältige Mischung aus Sport und Spiel beinhaltete. Neben dem Reitturnier mit Prüfungen von der A- bis zur S-Klasse gab es einen Bauernmarkt, für die Feinschmecker eine kulinarische Meile und eine Abendparty mit drei Bands, die Live-Musik vom Feinsten boten. Keine Frage: Ulrich Stedefeder, der internationalen Reiterszene als "Stede" wohlbekannt, hatte eine Veranstaltung aufgezogen, die nachhaltig aufhorchen ließ. 80 Aussteller waren seinem Ruf gefolgt. "Es war ein bisschen wie Aachen im Kleinformat", denkt Stedefeder noch gerne an sein Turnier zurück, an dem sich alle Schlänger Vereine beteiligten. Das Schönste: Insgesamt kamen 26.000 Euro für den guten Zweck zusammen. Den stattlichen Erlös des Wohltätigkeitsturnieres spendete der Macher zum einen der Gesundheitsstiftung Lippe zum Ausbau der Palliativstation am Klinikum Lemgo - der wurde aufgrund der Stiftungssatzung sogar verdoppelt - sowie dem Paderborner Förderverein für unabhängige psychosoziale Krebsberatung. Bereits zum dritten Male verliehen die Persönlichen Mitglieder der FN ihren PM-Award an engagierte Menschen und Initiativen im Pferdesport. Er wurde in drei Kategorien (Verdienstvolle Förderer, Retter in der Not, Gemeinsam engagiert) verteilt. Der Gewinner wurde per Online-Voting ermittelt. Und Ulrich Stedefeder, mittlerweile internationaler Parcourschef, will auf der Charity-Schiene weiterfahren. "Ich helfe gerne, doch jährlich wird sich solch eine Veranstaltung nicht realisieren lassen", gibt er allerdings zu bedenken.

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