Paderborn Paderborns neue Center-Hoffnung

Basketball: Ethan O'Day hat sich beim Zweitligisten Paderborn bereits gut eingelebt. Der US-Amerikaner soll für mehr Athletik im Angriffsspiel sorgen

Jochem Schulze

Paderborn. Im Paderborner Basketball ist die Erinnerung an Till Gloger noch frisch. Der gebürtige Bochumer war als Jugendlicher zu den Baskets gewechselt und im U19-Bundesliga-Team zu einem echten Leistungsträger gereift. In der Vorserie war der Power Forward sogar bester Schütze des Paderborner Zweitligateams. Dazwischen aber, in den Jahren von 2012 bis 2016, spielte Gloger für die University of Maine. Und traf dort mindestens zweimal pro Spielzeit auf einen Mann, der damals für die University of Vermont antrat und nun das Trikot der Uni Baskets trägt. "Till war einer der besseren großen Akteure in unserer Liga", sagt dieser Ethan O'Day über seinen früheren Gegenspieler und hat die direkten Duelle mit Gloger noch in guter Erinnerung. "Wir waren uns immer gewachsen", berichtet der Baskets-Neuzugang ganz diplomatisch vom Ausgang dieser Treffen und ist froh, dass er mit den Uni Baskets endlich einen neuen Klub gefunden hat. Denn nachdem in Australien, wo der 24-Jährige beim Zweitliga-Verein Sandringham seine erste Profistation absolviert hatte, die Saison im August zu Ende gegangen war, hielt sich O'Day in der Heimat fit. "Ich habe daheim in Connecticut individuell gearbeitet und mit einem Nachbarn, dessen Baseball-Saison zu Ende gegangen war, auch noch fleißig Gewichte gestemmt", berichtet der US-Amerikaner von einer Wartezeit, die ihm absolut nicht gefallen hat. "Das war wirklich keine ideale Situation. Ich bin froh, dass ich hier bin", sagt der 2,06-Meter-Mann, der nicht einmal 100 Kilo auf die Waage bringt und mit seiner Athletik ein neues Element in das Baskets-Spiel einführt. "Ethan ist keiner, der Dinge mit seiner Masse oder Kraft lösen wird. Dafür aber ist er schnell und kann hohes Tempo gehen. Genau das streben wir an", sagt Uli Naechster über seinen neuen Schützling. Paderborns Trainer ist froh, dass sich O'Day schnell in das Team integriert hat und die Variabilität im Pick-and-Roll-Spiel erhöht. "Pick-and-Roll habe ich schon an der Highschool, an der Uni und zuletzt auch in Australien gern und viel gespielt", betont der Neuzugang, der auch bereits einen ersten Abstecher auf den Paderborner Weihnachtsmarkt unternommen hat. Der hat dem Mann, der an der Universität wegen seines höchst freundlichen Lächelns den Spitznamen "Big Cheese" trug, gut gefallen. Auch wenn der gute Vermont Cheddar Cheese auf dem Domplatz nicht zu bekommen ist.

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