Alle Aufmerksamkeit gilt dem Ball: Die Delbrücker (v.l.) Maxi Protte, Benjamin Hunke und Tobias Daniels sind annahmebereit. Fabian Dicken sieht zu. - © Jörg Janke
Alle Aufmerksamkeit gilt dem Ball: Die Delbrücker (v.l.) Maxi Protte, Benjamin Hunke und Tobias Daniels sind annahmebereit. Fabian Dicken sieht zu. | © Jörg Janke

Delbrück Trainer Kussin sieht durchaus Fortschritte

2. Volleyball-Bundesliga: Zwar verliert die DJK Delbrück gegen den starken Nachwuchs des VCO Berlin mit 0:3, dennoch ist der Coach mit der Entwicklung seiner Mannschaft in Ansätzen zufrieden

Hartmut Kleimann

Delbrück. Die Volleyball der DJK Delbrück mussten ausgerechnet zum Auftakt der närrischen Zeit, mit der die Jungs von Trainer Uli Kussin aber nicht unbedingt zu tun haben, eine Niederlage einstecken. Im Heimspiel der 2. Volleyball-Bundesliga gegen den VCO Berlin hieß es nach gute einer Stunde Spielzeit 3:0 für die Gäste aus der Bundeshauptstadt. Die besiegten die DJK mit 25:18, 25:16 und 25:17. "Die haben einfach einen guten Jahrgang und waren einfach besser und dann muss man das auch mal in dieser Form so akzeptieren", suchte der Coach erst gar nicht nach irgendwelchen Ausreden. Im Gegenteil: Er war in einigen Phasen des Spiels mit den Leistungen seiner Mannschaft durchaus zufrieden. "Wir haben gegen Berlin Fortschritte gemacht, auch wenn sich das im Ergebnis nicht niederschlägt", so Kussin, der dann aber doch anfügte, "dass wir über das gesamte Spiel gerechnet doch besser hätten spielen können." Die drei Sätze, die allesamt stets in gut 20 Minuten beendet waren, ließ es die DJK einmal mehr an der erforderlichen Konstanz über die gesamt Spielzeit vermissen. "Wir starten immer schlecht und laufen dann immer einem Rückstand hinterher", klagt der Trainer an. Dennoch zeigen seine Schützlinge Moral, denn in allen drei Sätzen gaben sie sich nicht einfach so geschlagen, sondern kämpften sich wieder heran. Nach hinter raus reichte es dann aber nie zu einem Erfolg. Kussin begründet dies mit einer noch stärker besetzten Liga als in der Vorsaison. Die Gegner haben also zugelegt, gleichzeitig plagen die DJK immer wieder Ausfälle und Verletzungssorgen. "Es macht halt einen Unterschied, ob man zwei, drei Mal in der Woche mit einem nicht kompletten Kader, oder acht bis zehn Mal mit allen Spielern trainieren kann", macht er einen Vergleich mit dem Berliner Nachwuchsteam, das unter Profibedingungen unterwegs ist. Am kommenden Sonntag reisen die Delbrücker nun zum Spitzenreiter CV Mitteldeutschland. "Das ist in unserer Situation im Moment völlig wurscht, dass wir zum Spitzenreiter müssen. Dort können wir weiter ohne Druck unser Spiel verbessern, um für die dann folgenden, wichtigen Spiele gerüstet zu sein", sagt der Trainer zur nächsten, schweren Aufgabe.

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