Der entscheidende Moment: Im Stechen zwischen Peter Hellenbrand (l.) und dem Ungarn Péni war der Schütze des Tabellenführers Buer-Bülse nur ein wenig besser. So ging das Duell knapp an den Spitzenreiter. - © Markus Quickstern
Der entscheidende Moment: Im Stechen zwischen Peter Hellenbrand (l.) und dem Ungarn Péni war der Schütze des Tabellenführers Buer-Bülse nur ein wenig besser. So ging das Duell knapp an den Spitzenreiter. | © Markus Quickstern

Paderborn-Elsen/Bad Grund SSV Elsen verliert knapp gegen den Spitzenreiter

Schießen: Nach einem Sieg über Wieckenberg scheitern die Elsener gegen Spitzenreiter Buer-Bülse nur im Stechen. So verpassen Hellenbrand und Co. echte Bonuspunkte

Hartmut Kleimann

Paderborn-Elsen/Bad Grund. Nach gut der Hälfte der Vorrunde der Luftgewehr-Bundesliga liegt der amtierende Deutsche Meister SSV St. Hubertus Elsen mit 8:4 Punkten gleich auf mit zwei anderen Mannschaften (TuS Hilgert und SSG Kevelaer) nur zwei Zähler hinter dem Spitzenduo BSV Buer Bülse und SB Freiheit. So fällt das Fazit der Verantwortlichen zu diesen Saisonzeitpunkt dann auch dementsprechend aus: "Es ist noch nichts verloren, es ist aber auch noch nichts gewonnen", sagt zum Beispiel der 1. Vorsitzende Markus Quickstern im Hinblick auf die erhoffte Finalteilnahme. Gleichzeitig ist die derzeitige Lage für den Vereinschef ein Beweis für seine Einschätzung, dass "in der Liga alles sehr eng beisammen ist. Es gibt keine Großen und keine Kleinen mehr", sagt er deshalb noch einmal. Im Südharz in Bad Grund hatte sich Elsen am Samstag zunächst mit dem SV Wieckenberg auseinander zu setzen. Dabei war einmal mehr Verlass auf die Spitzenpositionen. Sowohl Peter Hellenbrand (398) als auch Nadine Hochgeschürz (ehemals Schüller/395) und Denise Palberg (397) spulten ihr Programm gewohnt souverän herunter. Noch nicht an seine beste Form angeknüpft hat Dirk Steinicke (392), der ebenso seinem Kontrahenten gratulieren musste, wie Amelie Kleinmanns, die dann auch noch das Pech hatte, beim Stechschuss knapp mit 9:10 zu verlieren. Eine Niederlage, die aber nichts mehr am Sieg über Wieckenberg änderte. Leider aber stand Kleinmanns auch am zweiten Tag beim Wettkampf gegen Spitzenreiter Buer-Bülse im Mittelpunkt. Dirk Steinicke war erneut schnell auf die Verliererstraße geraten. Zeitgleich sammelten Nadine Hochgeschürz (397) und Denise Palberg (396) die ersten Elsener Punkte ein. Im Spitzenduell traf der Niederländer Peter Hellenbrand auf den Ungarn Istvan Péni. Mit jeweils 399 lieferten beide Schützen den Zuschauer ein Weltklasseergebnis ab. Dabei hatte Péni vorgelegt, Hellenbrand mit sechs Zehnern in Folge aber Nervenstärke beweisen und hatte sich zumindest ins Stechen gerettet. Dort aber hatte der Buer-Bülsener das bessere Ende mit 10:9 für sich. "Dennoch war das ein Wettkampf auf allerhöchsten Niveau", urteilte Quickstern. Blieb noch Amelie Kleinmanns im Duell mit Patrick Kurz. Auch der hatte vorgelegt, die Elsenerin aber schaffte es nicht mehr zu kontern und so ging der Sieg knapp an den Tabellenführer. "Schade, dass wir diese Punkte liegen gelassen haben, denn auch wir hätten gewinnen können. Das wären für uns echte Bonuspunkte gewesen", ärgerte sich der Sportliche Leiter Dirk Hanselle doch ein wenig über die knappe Niederlage, "denn ein Sieg wäre ein großer Schritt in Richtung Finale gewesen." Der Ärger ist bei intensiver Betrachtung sogar verständlich, "denn eigentlich war es ein Wochenende, dass wir mit einem Sieg so erwartet, beziehungsweise so erhofft hatten", so Hanselle. Dann aber wie geschildert gegen den Spitzenreiter zu verlieren, ist sicherlich bitter.

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