Glückwunsch und Anerkennung auch vom Vereins-Präsidenten: Andreas Preising (r.) gratuliert Lucas Wirths zum Drei-Satzerfolg über den Holländer Sebastiaan Weenink. - © Werner Schulte
Glückwunsch und Anerkennung auch vom Vereins-Präsidenten: Andreas Preising (r.) gratuliert Lucas Wirths zum Drei-Satzerfolg über den Holländer Sebastiaan Weenink. | © Werner Schulte

Paderborn Squasher siegen ohne die Topleute

Squash-Bundesliga: Lucas Wirths schlägt den holländischen Routinier Sebastiaan Weenink auf der Spitzenposition. PSC I gewinnt Heimspiel gegen Hamburg II mit 4:0

Werner Schulte

Paderborn. Ein Sieg mit Ansage? Nicht unbedingt, denn Squash-Bundesligist Paderborner SC brachte am Samstag im Heimspiel gegen Sportwerk Hamburg II nicht unbedingt ein namhaftes Spitzenteam an den Start. Simon Rösner und Raphael Kandra hatten beispielsweise schon die Reise zu den Hongkong Open angetreten, also musste personell ein wenig rotiert werden. Am Ende hatten die Verantwortlichen um Manager Norman Farthing alles richtig gemacht, denn auch in der Aufstellung Lucas Wirths, Lennart Osthoff. Tobias Weggen und Thijs Roukens meisterte der PSC die vermeintliche Pflichtaufgabe ohne Fehl und Tadel. Schließlich wurde das Match gegen die Hanseaten angesichts des 4:0-Erfolgs sogar mit Bravour über die Bühne gebracht, weil das genannte Quartett keinen einzigen Satz abgab. Thijs Roukens (33:12 Ballpunkte) und Tobias Weggen (33:10) hatten dem Team mit ihren Dreisatz-Erfolgen über Julius Benthin und Julius Winkler im Centre-Court des Ahorn-Squash schnell einen soliden 2:0-Vorsprung verschafft, bevor Lucas Wirths, der ansonsten auf den Positionen 3 oder 4 zum Einsatz kommt, diesmal auf der ungewohnten Spitzenposition gegen Sebastiaan Weenink zum Schläger greifen musste. Angesichts der sportlichen Vergangenheit des 31-jährigen Holländers, der 2007 mit der niederländischen Nationalmannschaft hinter England die Vize-Europameisterschaft feiern durfte und noch im Januar 2015 auf Platz 82 der Weltrangliste geführt wurde, war dieses Duell für den 20-jährigen Paderborner sicher kein Selbstläufer. Am Ende gewann "Fitness gegen Erfahrung", wie es Farthing anschließend formulierte. Auch Vereinspräsident Andreas Preising war froh, dass dieses Match ("Das hätte zu einer echten Hürde werden können"), frühzeitig den Gesamtsieg beschert hatte, denn "der Punkt an Position 1 war nicht unbedingt eingeplant". Schon vor dem ersten Ballwechsel hatte der Klubchef von einem grundsätzlich "gefährlichen Spieltag" gesprochen, an dem der PSC I die Tabellenführung vor Sportwerk Hamburg I (hat bereits ein Spiel mehr absolviert) aber verteidigte. Die zweite Mannschaft des Paderborner SC kassierte in den beiden Auswärtsspielen des vergangenen Wochenendes keine weiteren Punkte. Nach der 0:4-Niederlage beim Team Cadillac Eschweiler wurde auch das Gastspiel beim 1. Bremer SC tags darauf in veränderter Aufstellung mit 1:3 verloren. Mit Tobias Weggen (an 2) und Thijs Roukens (an 3) rückten am Sonntag zwei Kandidaten ins Team, die am Samstag noch in der siegreichen ersten Mannschaft mitgewirkt hatten. Beide Spieler gingen am Sonntag leer aus. Lediglich Friedrich Scheel rang seinen Widerpart Hendrik Vössing in fünf Sätzen nieder.

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