Gelungene Generalprobe: (v. l.) Peter Hellenbrand, Nadine Hochgeschurz und Denise Palberg triumphierten am Wochenende beim Walther-Cup in Kevelaer. Mit ihren anderen Teamkollegen wollen sie nun auch beim Bundesliga-Auftakt siegreich sein. - © Dirk Hanselle
Gelungene Generalprobe: (v. l.) Peter Hellenbrand, Nadine Hochgeschurz und Denise Palberg triumphierten am Wochenende beim Walther-Cup in Kevelaer. Mit ihren anderen Teamkollegen wollen sie nun auch beim Bundesliga-Auftakt siegreich sein. | © Dirk Hanselle

Paderborn Elsens Schützen hoffen auf den Titel-Hattrick

Luftgewehr-Bundesliga: SSV Elsen startet am Wochenende in die neue Saison und könnte mit dem dritten deutschen Meistertitel in Folge Geschichte schreiben. Doch die Konkurrenz ist einmal mehr enorm groß

Frank Beineke

Paderborn-Elsen. In der vergangenen Saison der Luftgewehr-Bundesliga Nord musste der SSV St. Hubertus Elsen mächtig zittern. Nur hauchdünn löste das Team vom Mühlenteich als Tabellenvierter das Ticket für die Endrunde im Sportzentrum Maspernplatz. Dort aber drehten die SSV-Asse so richtig auf. Beim "Heimspiel" in Paderborn gelang die Titelverteidigung. Nun starten die Elsener an diesem Wochenende mit zwei Liga-Wettkämpfen in Höhr-Grenzhausen in die neue Saison. Und in der ist vom vorzeitigen Aus nach der Hauptrunde bis zum insgesamt vierten deutschen Meistertitel alles drin. Die Qualifikation für die Endrunde wäre für den SSV aber auch diesmal besonders wichtig. Schließlich sind die Hubertus-Schützen am 3. und 4. Februar im Sportzentrum Maspernplatz erneut Ausrichter des Finales der Luftgewehr- und Luftpistolen-Bundesligen. Mit dem dritten Titel in Folge könnte der SSV Elsen dann Geschichte schreiben, denn den Hattrick hat in der höchsten deutschen Klasse noch keine Mannschaft geschafft. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg, auf dem viele hohe Hürden warten. Saisonauftakt im Westerwald "Gleich am ersten Wettkampf-Wochenende geht es hart zur Sache", sagt Elsens Sportlicher Leiter Dirk Hanselle mit Blick auf den Saisonauftakt im Westerwald. So trifft der SSV am Samstag um 17.30 Uhr in Höhr-Grenzhausen zunächst auf Gastgeber TuS Hilgert, ehe am Sonntag ab 13 Uhr die SSG Kevelaer wartet. Beide Elsener Kontrahenten sind heiße Endrunden-Kandidaten. Der BSV Buer-Bülse und die SB Freiheit Osterode, die in der vergangenen Saison auf Rang eins und zwei der Nordgruppe gelandet waren, sind ebenfalls wieder extrem stark besetzt. "Die können uns alle richtig wehtun", betont Dirk Hanselle. Doch auch die sieben restlichen Gegner könnten dem deutschen Meister aus Elsen an einem guten Tag gefährlich werden. Selbst die Aufsteiger aus Braunschweig und Hamm warten mit sehenswerten Kadern auf. "Das Feld ist in der 1. Liga Nord wohl noch enger zusammengerückt", mutmaßt der SSV-Vorsitzende Markus Quickstern, der dem Saisonauftakt besonders entgegenfiebert. Schließlich steht seine erst 17 Jahre alte Tochter Lara dann erstmals im Elsener Erstliga-Kader. Zudem werden Peter Hellenbrand, Nadine Hochgeschurz, Amelie Kleinmanns, Denise Palberg und Dirk Steinicke mit in den Westerwald reisen. Julian Justus fehlt dagegen aus privaten Gründen und wird erst am zweiten Wettkampf-Wochenende (28. und 29. Oktober) sein Saisondebüt feiern. Elsener Trio sicherte sich Sieg Beim Unternehmen Titelverteidigung kann die SSV-Erste auf den bewährten Kader bauen. So gab es weder Zu- noch Abgänge. Neu ist nur ein Name, denn Nadine Schüller hat geheiratet und trägt nun den Nachnamen Hochgeschurz. Eben jene Nadine Hochgeschurz bestritt mit ihren Teamkollegen Peter Hellenbrand und Denise Palberg am vergangenen Wochenende einen letzten Härtetest. Beim Walther-Cup in Kevelaer sicherte sich das Elsener Trio den Sieg. Im Halbfinale wurde Buer-Bülse bezwungen. Im Finale behielt das SSV-Dreigestirn gegen Gastgeber Kevelaer die Oberhand. "Da waren wir schon richtig gut drauf", freut sich Dirk Hanselle, der aber nur allzu gut weiß, dass in der Liga allein die Tagesform entscheiden wird. "Und wir dürfen auch diesmal keinen Gegner unterschätzen", mahnt der Sportliche Leiter. Zumindest die Quali fürs "Finale dahoam" aber soll einmal mehr herausspringen. "Wir wollen im Sportzentrum Maspernplatz unbedingt dabei sein", betont SSV-Chef Markus Quickstern und fügt an: "Dort wollen wir unseren Titel dann auch nicht kampflos abgeben."

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