Nachwuchs mit Perspektiven: Die jüngste Mannschaft des RV Westenholz, die bei ihrem ersten Turnierstart im Schritt auf dem dritten Platz landete. - © Theresa Biermeyer
Nachwuchs mit Perspektiven: Die jüngste Mannschaft des RV Westenholz, die bei ihrem ersten Turnierstart im Schritt auf dem dritten Platz landete. | © Theresa Biermeyer

Delbrück Westenholzer nutzen den Heimvorteil

Voltigieren: Gastgeber vom RV Delbrücker Land sichern sich beim eigenen Turnier etliche Siege und Platzierungen

Kim Hansmann

Delbrück-Westenholz. Nach dem erfolgreichen Reitturnier im Juli durften sich jetzt auch die Voltigierer beim Turnier des Reitvereins Delbrücker Land Westenholz beweisen. Für Einzelstarter waren in Westenholz Prüfungen bis zur Klasse L* und für Gruppen sogar bis zur Klasse M* im Angebot. Die Gastgeber sammelten mit ihren fünf angetretenen Teams etliche Erfolge. In der höchsten Einzel-Prüfung gewann die Westenholzerin Lena Wortmeier auf "Courage" mit einer Note von 6,626, während sich ihre Vereinskollegin Katrin Schormann auf dem gleichen Pferd mit einer Note von 6,186 den zweiten Rang sicherte. Bei der Kreativ-Kür auf dem Holzpferd siegte das Gastgeber-Trio May-Britt Grieger, Katrin Schromann und Fabienne Beine mit 7,828 Notenpunkten. Auch die höchste Gruppenprüfung der Klasse M* gewann Westenholz, hier jedoch ohne Konkurrenz. Beim Einzelvoltigierwettbewerb im Schritt und Galopp platzierte sich Luisa Grenz auf "Calypso" vom Reitverein Paderborn in der ersten Abteilung mit einer Note von 6,420 ganz vorn. In der zweiten Abteilung landete Vereinskollegin Hannah Schäfers (6,080) auf Platz eins. Den dritten Rang sicherten sich die Westenholzerinnen May-Britt Grieger auf "Släter" mit einer Note von 5,826 und Finja Franzsander auf "Wie Harry" (5,380). In den Gruppenprüfungen waren auch die kleinsten Westenholzer erfolgreich. Unter der Leitung von Mona Corsmeier belegte die dritte Mannschaft auf "Courage" im Schritt und Galopp den zweiten Platz, während sich die fünfte und jüngste Garnitur im Schritt auf "Sacre Fleur" gleich beim ersten Turnierstart auf dem dritten Rang platzierte. Johanna Dunkelberg, Leiterin der Westenholzer Voltigierabteilung und selbst Trainerin von zwei Mannschaften, war über das heimische Abschneiden anschließend ziemlich stolz. "Unsere Jüngsten sind ja gerade mal vier Jahre alt", sagt die 25-jährige und ergänzt: "Wir hatten so viele Nennungen, dass ich sogar ein paar Sportlern absagen musste." Der Grund für die große Resonanz ist wohl der deutlich spürbare Gemeinschaftssinn sowie die familiäre Atmosphäre in Westenholz. Die ist beim Voltigieren besonders wichtig, denn hier geht es nicht nur um körperliche Fitness. "Es muss eine Verbindung zwischen dem Pferd und den Turnerinnen, aber auch innerhalb der Teams geben", erklärt Dunkelberg. Sie ist bereits seit fast zehn Jahren im Verein tätig und freut sich auch über das große Interesse bei den Jüngsten. "Wer in Westenholz voltigieren will, muss zunächst auf einer Warteliste ausharren", erklärt Dunkelberg und fügt an: "Da es sehr viele Anfragen gibt, erstreckt sich die Wartezeit mittlerweile in den meisten Fällen auf ein bis anderthalb Jahre."

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