Wird am Sonntag wieder gefragt sein: Lucas Wirths, der hier beim Europapokal auf dem Glascourt im Ahorn-Sportpark seinen Kampfgeist unter Beweis stellt, soll im Heimspiel gegen Berlin an Position drei zum Einsatz kommen. - © Ulrich Petzold
Wird am Sonntag wieder gefragt sein: Lucas Wirths, der hier beim Europapokal auf dem Glascourt im Ahorn-Sportpark seinen Kampfgeist unter Beweis stellt, soll im Heimspiel gegen Berlin an Position drei zum Einsatz kommen. | © Ulrich Petzold

Paderborn Debütanten-Ball im Ahorn

Frank Beineke

Paderborn. Der internationale Turnierkalender macht der Squash-Bundesliga auch am zweiten Saisonwochenende zu schaffen. Diesmal sind es vor allem die renommierten "US Open" in Philadelphia, die gerade den Paderborner SC personell betreffen. So muss der deutsche Rekordmeister unter anderem auf seine beiden deutschen Spitzenspieler Simon Rösner und Raphael Kandra verzichten. Da trifft es sich gut, dass die PSC-Erste an diesem Sonntag (14 Uhr, Ahorn-Squash) im Heimspiel gegen Erstliga-Neuling Airport Squash Berlin mit zwei ausländischen Neuzugängen aufwarten kann. Mit dem Waliser Joel Makin (22 Jahre) und dem Schweizer Dimitri Steinmann (20) sollen zwei aufstrebende Squash-Talente für Paderborn an den Positionen eins und zwei aufschlagen. "Die beiden Jungs sind richtig gut drauf", urteilt PSC-Teammanager Norman Farthing. Ein Blick auf die Statistik gibt ihm recht. Steinmann gewann zuletzt zwei kleinere Weltranglistenturniere in Australien und wurde vom Profi-Weltverband PSA sogar zum "Spieler des Monats September" gekürt. Joel Makin trumpfte unlängst bei den Amsterdam Open auf, als er unter anderem seinen PSC-Teamkollegen Raphael Kandra und den topgesetzten Ägypter Omar Abdel Meguid bezwang. Im Heimspiel gegen Berlin muss die aktuelle Nummer 46 der Welt aus Wales wohl gegen den Ägypter Mazen Gamal (Nr. 57) ran. Steinmann bekommt es vermutlich mit dem starken Waliser Emyr Evans zu tun. "Berlin hat jedenfalls angekündigt, dass sie mit zwei Ausländern kommen", berichtet Norman Farthing. Und der Aufsteiger von der Spree hatte bereits am ersten Saisonwochenende gezeigt, dass er in dieser Besetzung brandgefährlich ist. So heimste Berlin einen 3:1-Sieg gegen Eschweiler und ein überraschendes 2:2 gegen den Bremer SC ein. "Ich denke aber, dass wir 3:1 oder sogar 4:0 gewinnen können", sagt Farthing. Denn an den Positionen drei und vier sind Lucas Wirths und Lennart Osthoff klar favorisiert. Sie werden voraussichtlich auf Oliver Wenk und Alexander Huston treffen. "Es wird sicher ein attraktives Spiel gegen einen sehr stabilen Neuling", prophezeit Paderborns Teammanager, dessen erste Mannschaft am Wochenende nur ein Mal ran muss. Das Gastspiel beim SC Turnhalle Niederrhein wurde nämlich auf den 15. Dezember verlegt. Auch die PSC-Reserve ist lediglich am Sonntag um 14 Uhr im Einsatz. Dann gastiert das Team um Mannschaftsführer Friedel Scheel bei Sportwerk Hamburg, das auch in dieser Saison zusammen mit der PSC-Ersten um Platz eins in der Nordgruppe kämpfen wird. Die Hamburger werden wohl Auguste Dussourd, Rudi Rohrmüller, Felix Auer und Norman Junge aufbieten, so dass Paderborns Zweite als krasser Außenseiter in die Partie beim amtierenden deutschen Vizemeister geht. Am Freitag, 20. Oktober, gastiert dann die PSC-Erste im Topspiel an der Alster. Anschließend treffen Rösner und Co. an den folgenden beiden Tagen noch auf Eschweiler und Bremen. Und dann spielt auch der Turnierkalender mit, denn passend zu dieser Trilogie wird Paderborns Erste in Bestbesetzung auflaufen.

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