Die Hände zum Himmel: Hamburgs Will Darley (r.) und Paderborns Georg Voigtmann (l.) strecken sich nach dem Ball. Im Hintergrund sieht Baskets-Trainer Uli Naechster genau hin. - © Imago/Markus Tischler
Die Hände zum Himmel: Hamburgs Will Darley (r.) und Paderborns Georg Voigtmann (l.) strecken sich nach dem Ball. Im Hintergrund sieht Baskets-Trainer Uli Naechster genau hin. | © Imago/Markus Tischler

Paderborn 13 gute Minuten sind für die Uni Baskets Paderborn zu wenig

Basketball: Zweitligist Paderborn führt in Hamburg mit 53:49 und verliert mit 53:66. In der Schlussphase gelingt den Gästen nichts mehr. Auch die erste Halbzeit ist wenig berauschend

Jochem Schulze

Paderborn. Die Uni Baskets Paderborn treten in der 2. Basketball-Bundesliga auf der Stelle. Nachdem das Team von Uli Naechster im Auftaktspiel gegen Crailsheim bei der 67:83-Heimniederlage lediglich ein gutes Viertel abgeliefert hatte, bleiben auch von der zweiten Partie der neuen Serie nur 13 Minuten in Erinnerung. Bei den Hamburg Towers machten die Gäste nach dem Seitenwechsel und bis zur 33. Minute aus einem 24:38-Rückstand eine 53:49-Führung. Dann war es mit der Herrlichkeit vorbei. Die Hausherren erzielten noch 17 Zähler in Folge und gewannen 66:53. „Wir haben im dritten Viertel Charakter bewiesen. Die Mannschaft hat gezeigt, was mit der nötigen Intensität alles möglich ist", sagte Naechster. In der Schlussphase sei seinen Leistungsträgern wie Devonte Brown und Morgan Grim aufgrund der hohen Belastung die Puste ausgegangen. Zudem hätten die Hausherren um den athletischen Justin Raffington (11 Rebounds, 4 Blocks) mit der Unterstützung von stattlichen 2.900 Fans den Paderborner Spielfaden gekappt. Der war in den ersten beiden Vierteln allerdings auch nicht zu erkennen gewesen. Die Uni Baskets agierten unstrukturiert und ideenlos. „Wir waren viel zu passiv. Jeder war nur darauf bedacht, möglichst keinen Fehler zu machen", kritisierte Naechster, der seine Akteure in der Halbzeit zu größerer Zielstrebigkeit gedrängt hatte. Die guten Vorsätze hielten aber nur bis 33. Minute. In einer Zweitligapartie mit überschaubarem Niveau konnte letztlich kein Paderborner wirklich überzeugen. Dominik Wolf gefiel mit Kampfgeist und erreichte als einziger Baskets-Akteur eine Feldwurfquote von 50 Prozent. Die Neuzugänge Georg Voigtmann, Armani Cotton und Thomas Cooper gaben ihrem Team (noch) keine Impulse. Cotton wartet weiterhin auf seinen ersten erfolgreichen Feldwurf. Cooper erzielte immerhin vier Punkte. Naechster hält an dem als Scorer eingekauften Guard fest. „Es gibt keinen Grund, die Personalie in Frage zu stellen", sagte der Cheftrainer und verwies auf den gültigen Arbeitsvertrag des 25-Jährigen. Der benötige, so Naechster weiter, nach seinem Wechsel aus der kanadischen Collegeliga noch etwas Zeit, um sich auf die Anforderungen der ProA einzustellen. Das sei Nick Tufegdzic vor zwei Jahren nicht anders ergangen. Ein „Tuffi" aber hätte den Paderbornern am Samstag vielleicht gut zu Gesicht gestanden. Der Kanadier erzielte derweil beim 76:72-Drittligasieg seines neuen Arbeitgebers Essen über Rostock mit 30 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double. Essen spielte dabei drei gute Viertel.

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